Die jüngsten Sparpläne des Hamburger Senats setzen den Rotstift in einem ungewöhnlich hohen Ausmaß auch in dem Bereich Wissenschaft an. Dies trifft die Studierenden auch unserer Fakultät besonders schwer. Durch Kürzungen der öffentlichen Zuschüsse z.B. für das Studierendenwerk sowie der Streichung von zugesagten Ausgleichszahlungen entsteht jährlich ein Millionendefizit, das mit empfindlichen Einschnitten insbesondere in der Lehre einherzugehen droht.

 

Als „kluge Stadt“ und gar als „Metropole des Wissens“ wird Hamburg auf dem Internetportal der Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWF) angepriesen. Schon immer hat sich der Senat in der Öffentlichkeit als Förderer des sogenannten „Wissenschaftsstandortes Hamburg“ geriert. Ein bunter Aussagenkatalog, der so bald nicht mehr vertreten werden kann.

Nachdem kürzlich erste Details der Bestrebungen zur Haushaltssanierung in die Öffentlichkeit geraten sind, können die Folgen für unsere Universität und die Rechtswissenschaftliche Fakultät kaum abgesehen werden.

 

Welchen Inhalt haben die Sparmaßnahmen?

 

Die Pläne setzen an zwei wesentlichen Punkten an. Zum einen sollen künftig die Ausgleichszahlungen ausbleiben, die durch die Absenkung der Studiengebühren von 500,- € auf 375,- € zugesagt wurden. Die gravierendste Änderung ergibt sich allerdings im Rahmen der Mittelverwendung. So umstritten die Einführung der Studiengebühren auch war, so galt eines stets als kleinster gemeinsamer Nenner: Solange Studiengebühren überhaupt bestehen, so eindeutig muss festgelegt werden, dass diese nur zur Verbesserung der Bedingungen in Studium und Lehre verwendet werden dürfen. Mangels gesetzlicher Konkretisierung war ohnehin schon unklar, was hierunter genau zu verstehen war. Jetzt soll die Zweckverwendungsklausel aus dem Hamburger Hochschulgesetz gänzlich gestrichen werden. Künftig soll damit der Weg dafür freigemacht werden, die Studiengebühren auch zum Stopfen anderer Finanzlöcher verwenden zu können. Sie sollen künftig speziell auch für die Zahlung der Zinsen verwendet werden, die aufgrund der Stundungsmöglichkeit auflaufen. Damit wird der Zirkel perfekt, denn in letzter Konsequenz werden die Gebühren für ihre eigene Selbstverwaltung eingesetzt. Die Stadt stiehlt sich damit immer weiter aus ihrer finanziellen Verantwortung. Der Weg zur privatfinanzierten Universität in öffentlicher Verwaltung ist geebnet.

Verstärkt wird all dies durch die Reduzierung der Zuschüsse für das Studierendenwerk. Die Erhöhung der Semesterbeiträge wird unvermeidbare Folge dieser Einsparungen sein. Auch die Preise für das Mensaessen werden nach ersten Schätzungen um ca. 10 % steigen. Mittelfristig kann zudem mit einer Erhöhung der Mietpreise für all diejenigen gerechnet werden, die in den Wohnheimen des Studierendenwerks leben.

 

Was bedeutet dies speziell für uns Juristen?

 

Auch Prof. Arndt Schmehl, Prodekan unserer Fakultät, äußerte sich ebenso besorgt über die Folgen der Einschnitte. So könnte die Umsetzung der Sparmaßnahmen examensvorbereitende Veranstaltungen gefährden, ließ Schmehl im Hamburger Abendblatt verlauten. Was die Einsparungen für den noch jungen Hamburger Examenskurs (HEX) bedeuten kann, bleibt abzuwarten. Für viele Jurastudierende stellt die kostenfreie Examensvorbereitung der Fakultät eine echte Alternative zum kommerziellen Repetitor dar. Nicht zuletzt weil viele die hohen Kosten vor außeruniversitären Repetitorien scheuen, wählen sie stattdessen den HEX. Auch weitere Zusatzangebote der Fakultät, wie die Klausurenklinik und das erweiterte Angebot von Seminaren zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen, könnten der Rotstiftpolitik zum Opfer fallen.

 

Dass der Senat durch diese falsche Weichenstellung nicht nur der Universität, sondern in letzter Konsequenz auch der Stadt und ihrer Wirtschaft schadet, wurde offensichtlich bei der Entscheidungsfindung nicht bedacht.

Auch der Fachschaftsrat schließt sich den geäußerten Bedenken des Dekanats, des Akademischen Senats, des AStA sowie der LAK an und empfiehlt, sich über die Proteste der kommenden Wochen zu informieren. (pu)

Der Münchener Prof. Kai Konrad vom Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht stellt am Mittwoch, den 01.12.2010 um 18.00 Uhr in der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) sein gemeinsam mit Holger Zschäpitz verfasstes Buch „Schulden ohne Sühne? Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft“ vor. Veranstalterin der damit zusammenhängenden Lesereihe  ist die Zeitschrift „Wirtschaftsdienst und Intereconomics“. Die Lesung wird von ihrer Chefredakteurin Dr. Brigitte Preissl moderiert.

Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung wird bis ca. 19.30 Uhr andauern. Veranstaltungsort ist die ZBW, Neuer Jungfernstieg 21 im Raum 519.

Wir wünschen allen Interessierten viel Spaß auf einer sicherlich interessanten Veranstaltung!

Auch in diesem Jahr wird die Fachbuchhandlung Boysen + Mauke wieder ihre Bücherbörse veranstalten. Hier könnt ihr vom 06.12.2010 bis zum 10.10.2010 Vorauflagen vieler Bücher und Kommentare zu einem günstigen Preis erwerben. Auch habt ihr die Möglichkeit, selbst eure nicht mehr benötigten Lehrbücher verkaufen zu lassen.

Mehr Infos erhaltet ihr im anhängenden Flyer sowie auf persönliche Nachfrage in der Fachbuchhandlung Schlüterstraße 16.

Flyer Bücherbörse

Du denkst, dass gute Klausuren im Studium sich nicht lohnen? Falsch! Gewinne juristische Lehrbücher, iTunes-Gutscheine und als Hauptgewinn sogar einen iPod Shuffle! Hilf uns dabei, unsere Klausurensammlung zu erweitern und auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Gib einfach bis spätestens zum 08.12.2010 deine mindestens befriedigende Klausur bei uns zum kopieren ab und lass dich in die Verlosungsliste eintragen. Natürlich nehmen auch all diejenigen am Gewinnspiel teil, die seit der letzten Verlosung ihre Klausuren bei uns abgegeben und sich in die Liste eingetragen haben. Der Hauptgewinn wird unter allen Anwesenden am 09.12.2010 auf unserem Glühweinabend (Infos folgen später) ausgelost. Die Gewinner der weiteren Preise werden später von uns per E-Mail benachrichtigt. Auch erhalten alle, die in der Verlosungsliste stehen noch eine E-Mail mit einer Einladung zu unserem Glühweinabend.

Wir wünschen jetzt schon viel Glück!

Euer Team ElbeLaw

Am kommenden Samstag, den 13.11.2010 findet in der Grundbuchhalle am Landgericht (Sievekingplatz) der nächste Karrieretag für junge Juristen des Hamburger Anwaltsvereins in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Boysen+Mauke statt.

Gegen ein geringes Entgelt von 40,- € könnt ihr euch von 9.00 – 18.00 Uhr über die verschiedensten juristischen Berufsbilder und über den gelungenen Berufseinstieg informieren. Im Preis enthalten ist ein Mittagessen sowie ein Nachmittagskaffee. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Jungabsolventen, sondern bietet auch Studierenden eine gute Möglichkeit, Informationen über mögliche berufliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium zu erhalten und erste Kontakte mit potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen.

Weitere Infos zum Tagesablauf findet ihr in der anhängenden PDF-Datei (6,2 MB). Anmeldungen werden telefonisch unter (040) 4183-176 und bei Herrn Christoph Bartels per Mail unter c.bartels@schweitzer-online.de entgegen genommen.

Flyer Karrieretag für junge Juristen 2010