Katharina Vera Boesche
Wettbewerbsrecht

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Das Wettbewerbsrecht ist im Schwerpunktbereich nach In-Kraft-Treten der reformierten Juristenausbildung verstärkt integriert worden und gewinnt damit als Prüfungsthema immer mehr an Bedeutung.

Dieses Lehrbuch soll systematisches Grundwissen zu den einzelnen wettbewerbsrechtlichen Tatbeständen, zu den Rechtsfolgen und zur Aktiv- und Passivlegitimation vermitteln. Dabei orientiert sich die Autorin an überwiegend der jüngeren Rechtsprechung entnommenen Fälle, um die Praxisorientiertheit des Lehrbuches zu gewährleisten. Die ausformulierten Lösungen dieser Fällen folgen einem für derartige Klausuren empfohlenen Prüfungsschema.

Die Neuauflage beinhaltet zudem die neusten Gesetzesänderungen und Entscheidungen des BGH auf der Grundlage des UWG 2008.

Das Lehrbuch ist sowohl aktuell, als auch studentenorientiert. Es ist mit 23 (überwiegend der jüngeren Rechtsprechung der Obergerichte entnommenen) Fällen angereichert und bietet auch wegen der Einarbeitung der neusten Gesetzesänderungen und Entscheidungen auf Grundlage des UWG 2008 ein hohes Maß an Aktualität. Die 23 Fälle sind zudem studentenfreundlich aufgearbeitet worden und bieten ausführliche Lösungen. Auf seitenlange Diskussionen über für Studenten eher irrelevante dogmatische Spitzfindigkeiten wird verzichtet und die Autorin bemüht sich einer sehr verständlichen Schreibweise. Zudem ist das Werk mit einer Sammlung der für das Wettbewerbsrecht wichtigsten Prüfungsschemata ausgestattet, die für Studenten
von besonderem Interesse sein dürften.

Nichtsdestotrotz scheint das Lehrbuch für blutige Anfänger eher ungeeignet sein. Die Lösungen der Fälle sind zwar ausführlich dargestellt, setzen aber dennoch einiges an Vorkenntnissen voraus, die zuvor im Buch nicht vermittelt wurden. Das könnte auf Anfänger, für welche diese Fälle unlösbar sein dürften, entmutigend wirken.

Insgesamt ist das Lehrbuch aufgrund seiner überwiegenden Vorzüge durchaus empfehlenswert. Anfängern empfiehlt sich ein weiteres Lehrbuch hinzuzuziehen und dieses zur Vertiefung zu nutzen.

☆★★★★

Franz-Joseph Peine
Allgemeines Verwaltungsrecht

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Das Buch „Allgemeines Verwaltungsrecht“ von Franz-Joseph Peine ist sehr Fallbezogen und examensrelevant ausgerichtet. Dies ist aufgrund der Wichtigkeit des Verwaltungsrechts bezogen auf die juristische Ausbildung sehr positiv hervorzuheben. Das Allgemeine Verwaltungsrecht wird anschaulich und mit den wichtigsten und relevantesten Problemen sehr detailreich dargestellt. Jedem Kapitel gehen Beispiele bzw. Fälle voran, die am Ende des Kapitels gelöst werden. Anhand der Fälle wird man in seinem Problembewusstsein hinsichtlich der Abschlussklausuren geschult. Die Beispiele machen den enormen Praxisbezug des Verwaltungsrechts deutlich. Weiterhin sind viele Verweise auf Zeitschriften, vor allem aus der juristischen Ausbildungsliteratur, vorhanden. Dies ist auch gerade für die Quellen suche in einer Hausarbeit sehr nützlich und spart Zeit.
Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut und gut gegliedert, so dass man sich gut zurecht findet. Man weiß immer an welcher Stelle man sich gerade befindet und verliert nie den Überblick.
Der zehnten Auflage liegt eine Entscheidungssammlung auf CD-Rom bei. Diese enthält einige im Lehrbuch zitierte höchstrichterliche Entscheidungen im Volltext. Dies ist gerade zur Vertiefung sehr hilfreich.
Die zehnte Auflage wurde an notwendigen Stellen verbessert und auf den Stand von März 2011 gebracht. Eine knappe Darstellung verfahrensrechtlicher Bestimmungen des sekundären Rechts der EU, des Europarechts, soweit nationale Behörden es vollziehen können, wurde aufgenommen.
In der Reihe „Schwerpunkte Klausurenkurs“ erschein vom gleichen Verfasser das Buch „Klausurenkurs im Verwaltungsrecht“ in 4. Auflage. Hier wird eine Einführung in das Schreiben von Klausuren im Verwaltungsrecht gegeben. Relevante Aufbauschemata und 35 Klausuren mit Lösungen sowie Repetitorien zu allen angesprochenen Rechtsfragen werden behandelt. Dieses Buch stellt eine hervorragende, direkt fallbezogene, Ergänzung zum Buch „Allgemeines Verwaltungsrecht“ dar.
Ich halte das Buch „Allgemeines Verwaltungsrecht“ von Franz-Joseph Peine wirklich für sehr empfehlenswert. Man bekommt einen guten Einblick in die Materie des Verwaltungsrechts und wird sehr fallbezogen herangeführt.

½★★★★

Bodo Pieroth, Bernhard Schlink
Grundrechte

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Das Buch “Grundrechte” von den Autoren Pieroth/Schlink vermittelt dem Leser einen sehr guten Überblick über die Grundrechte und einen detaillierten Einblick in die grundrechtliche Fallbearbeitung.
Die behandelten Themen werden ausführlich dargestellt und anhand von Fallbeispielen dem Leser anschaulich vermittelt. Hier gibt es keinen Anlass für Kritik.
Auch der abgehandelte Inhalt des Buches weist keine Lücken auf. Alle Grundrechte werden ausführlich besprochen, sowie einige weitere zum Verständnis notwendige mit den Grundrechten verknüpfte Themengebiete.
Zu Beginn wird ein schöner und vollständiger Überblick über die historische Entwicklung unserer Grundrechte gegeben. Dieser ist in seinem Umfang durchaus ausreichend und gibt dem Leser eine gute Einführung zum Verständnis unserer heutigen Grundrechte. Diese ersten Seiten des Buches ermöglichen so einen guten und verständlichen Einstieg in das Themengebiet der Grundrechte.
Typische für Lehrbücher dieser Reihe, wird die vermittelte Theorie in zahlreichen kleinen Beispielsfällen praktisch vermittelt, sodass hier dem Leser von Anfang an ein konkreter Bezug zur Fallbearbeitung an die Hand gegeben wird. Ich würde mir hier allerdings die Abkehr vom reinen Fließtext wünschen und vielmehr die Falllösung auch in ein entsprechendes Prüfungsschema überführen. Hier würde sich ein doppelter Lernerfolg beim Leser einstellen. Zum einen die inhaltliche Prüfung der einzelnen Grundrechte und zum anderen das gleichzeitige Lernen der Prüfungsschemata.
Ein weiterer Pluspunkt ist die beigefügte CD mit ihren zahlreichen Entscheidungen zu den einzelnen Grundrechten.
Einziger wirklicher Anlass zur Kritik besteht meiner Meinung nach in den sehr häufig vorkommenden „Bandwurmsätzen“. Diese Sätze erschweren das Verständnis an zu vielen Stellen, sodass ein mehrmaliges Lesen notwendig ist, da man oftmals am Ende des Satzes dessen Anfang vergessen hat.
Das von mir zu rezensierende Lehrbuch soll dem Leser einen verständlichen Einblick in das behandelte Themengebiet geben. Durch diese „Bandwurmsätze“ wird dieses Ziel jedoch leider konterkariert. Hier besteht dringender Nachholbedarf, da dieser Eindruck die Qualität des restlichen Lehrbuchs arg schmälert. Nach Beseitigung dieser „Bandwurmsätze“ handelt es sich meiner Meinung nach um ein erstklassiges, lückenloses Lehrbuch.

☆½★★★

Wolf-Rüdiger Schenke
Polizei- und Ordnungsrecht

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Das Buch „Polizei- und Ordnungsrecht“ vermittelt dem Leser einen ausführlichen und vollständigen Überblick über das gesamte Polizei- und Ordnungsrecht.
Zu Beginn beschäftigt sich das Buch ausführlich mit dem historischen Polizeibegriff und weiteren historischen Entwicklungen. Hierdurch wird versucht dem Leser ein erstes grundlegendes Verständnis für das heutige Polizei- und Ordnungsrecht anhand der historischen Entwicklung zu vermitteln. Dies gelingt dem Buch auf eindrucksvolle Weise.
Die historische Einordnung ermöglicht dem Leser den heutigen Kontext des Polizei- und Ordnungsrechts zu begreifen und besser verstehen zu können.
Danach werden grundlegende Strukturen vermittelt. Hierzu gehören die Unterscheidungen zwischen Polizei- und Ordnungsrecht und die damit einhergehenden weiteren Fragen, die Unterscheidung zwischen dem formellen, materiellen und institutionellen Begriff der Polizei.
Ausführlich wird der Bereich der polizeilichen Befugnisse und Handlungsmöglichkeiten behandelt. Gerade hier wird dem Leser ausführlich das materielle Verständnis und Wissen dieses Rechtsgebiets vermittelt. Gerade dieses Kapitel ist essentiell für das Bestehen von Klausuren und die Vorbereitung auf anstehende Prüfungen.
Ein weiteres wichtiges Kapitel dieses Buches beschäftigt sich mit den verfassungsrechtlichen Berührungspunkten und Problemen, bzw. Beschränkungen des Polizei- und Ordnungsrechts.
Wie zu sehen ist, lässt dieses Buch keine Kritik in Bezug auf den Inhalt zu. Insofern ist es jedem Studenten zu empfehlen.
Allerdings gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille. Obwohl das Lehrbuch keine inhaltlichen Lücken aufweist, ist die größte Schwäche dieses Buches, die sehr oft vorkommenden „Bandwurmsätze“. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr lang und unverständlich sind. Durch diese Sätze wird dem Leser leider an zu vielen Stellen der Lesespaß genommen und das Verständnis des vermittelten Stoffs unnötig erschwert.
Diese „Bandwurmsätze“ tauchen leider vermehrt an Stellen auf, an denen es gerade auf das möglichst einfache Verstehen des Inhalts ankommt, nämlich dort wo der Stoff schwieriger wird.
Allerdings kann man diesen Nachteil einfach durch mehrmaliges Lesen ausgleichen, was jedoch gleichzeitig zu einem erhöhten Zeitbedarf in Bezug auf das Erarbeiten des Stoffes.
Alles in Allem handelt es sich hierbei jedoch um ein einwandfreies Lehrbuch.

☆☆★★★

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

Am Donnerstag, den 08.12.2011 im Rechtshausfoyer Schlüterstraße findet unser alljährlicher Glühweinabend statt. Neben Leckereien, geistigen Getränken und passender Weihnachtsmusik könnt ihr an unseren Verlosungen teilnehmen und tolle Preise gewinnen!

Gebt dafür bis zum 05.12.2011 eine mindestens befriedigende Klausur oder Hausarbeit im FSR ab, und mit etwas Glück könnte euch schon bald ein neues Lehrbuch/Skript oder sogar ein iPod Touch die Vorweihnachtszeit verschönern.
Oder ihr nehmt an unserer regulären Verlosung teil, die gegen Ende des Glühweinabends stattfinden wird. Zahlreiche BGB AT Bücher bzw. Hörbücher warten auf neue Besitzer!

Wir freuen uns auf eurer zahlreiches Erscheinen!

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Hartmut Eisenmann/Joachim Quittnat/Anusch Tavakoli
Rechtsfälle aus dem Wirtschaftsprivatrecht

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Das Buch „Rechtsfälle aus dem Wirtschaftsprivatrecht“ zum Falltraining, dass bereits in der 9. Auflage erschienen ist, besticht durch seinen übersichtlichen Aufbau.
Die insgesamt 62 Fälle, werden in vier Abschnitten nach Rechtsgebieten unterteilt.
Es werden das Bürgerliche Recht, das Handels- und Gesellschaftsrecht, das Wettbewerbs- und Markenrecht und das Arbeitsrecht behandelt.
Alle wichtigen Probleme aus den einzelnen Rechtsgebieten werden erläutert und die Zusammenhänge der Rechtsgebiete untereinander werden verständlich dargestellt. Des Weiterem werden Fälle aus dem internationalen Recht behandelt.

Auch die Technik zur Falllösung ist klar und anschaulich aufgebaut. Zunächst wird die Entscheidungsgrundlage mit den relevanten Normen genannt, anschließend werden die Prüfungsvoraussetzungen aufgezählt und zuletzt werden diese Voraussetzungen überprüft. Dieser Aufbau wird bei allen Fällen beibehalten. Durch die einheitliche Darstellung wir die Arbeit mit dem Fällebuch erleichtert und relevante Normen und Prüfungsschemata prägen sich schneller ein. Es werden nur die wichtigen Normen genannt und der Leser wird nicht mit zu vielen Zusatzinformationen überschüttet. Bei der Fallösung wird tatsächlich nur das Wesentliche erwähnt.

Die Fälle behandeln einschlägige Themen des Wirtschaftsalltages und verarbeiten bekannte Entscheidungen.

Auf nur 172 Seiten schafft dieses Buch einen guten Überblick über die behandelten Rechtsgebiete und ermöglicht damit sich in kurzer Zeit einzuarbeiten und ist vor allem als Vorbereitung kurz vor Klausuren sehr hilfreich.
Da vorliegend theoretisches wissen nur in Form von Fällen vermittelt wird, eignet sich dieses Buch nicht als begleitende Lektüre und ist nur ergänzend zu einem ausführlichen Lehrbuch zweckdienlich.

Diese Buch ist empfehlenswert für Studierende der Rechtswissenschaften, aber auch für solche der Wirtschaftswissenschaften.

Neukirchen, Mathias; Reußow, Ute; Schomburg, Bettina
Praxiskommentar Hamburger Hochschulgesetz


Zugegeben: Die Aufnahme eines „Praxiskommentars“ des Hamburger Hochschulgesetzes in eine von Studierenden geführte Rezensionsdatenbank erscheint auf den ersten Blick befremdlich. Die Zielgruppe ist überschaubar, die Materie keinesfalls studienrelevant. Da in einer freien Marktwirtschaft immer noch Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, ist der Erwerb des Kommentars für € 138,- auch nicht gerade erschwinglich. Trotzdem lohnt sich eine Besprechung dieses Werkes aus mehreren Gründen: Erstens wissen wir, nicht zuletzt aufgrund des Zuspruchs, dass unsere Rezensionen durchaus auch von examinierten Juristen deutschlandweit gelesen und geschätzt werden. Zweitens wird jeder (Hamburger) Studierende oder Anwärter mindestens einmal in seiner Studienzeit ein studienrelevantes Rechtsproblem haben, bei dem ein Blick in diesen Kommentar hilfreich sein kann. Ein dritter Grund ist selbstverständlich, dass eine echte Hamburgensie in unserer Rezensionsdatenbank schon aus Prinzip nicht fehlen darf…

Das Werk verfolgt einen logischen und zugleich anschaulichen Aufbau: Zunächst werden vergleichbare Normen anderer Hochschulgesetze aufgeführt, bevor einführende Worte den Leser auf Regelungs- und Bedeutungsgehalt der Normen hinweisen. Die eigentliche „Rechtsmaterie“ findet sich im darauffolgenden Gliederungspunkt, der Absatzkommentierung. Der Kommentar zeigt hier seine Stärke durch die vielfachen Verweise auf Literatur und vor allen Dingen Rechtsprechung nicht nur der Hamburger Gerichtsbarkeit. In einem vierten Gliederungspunkt berichten die Autoren von der aktuellen Gesetzesanwendungspraxis an den Hamburger Hochschulen. Der letzte Punkt widmet sich der für alle Hilfesuchenden wichtigsten Frage des Rechtsschutzes. Gerade im Bereich der öffentlich-rechtlichen Selbstverwaltungskörperschaften stellt die Frage des korrekten Rechtsweges und ganz allgemein der Rechtsschutzmöglichkeiten nicht nur den Praktiker vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen. Gerade in diesem Bereich lohnt sich auch für den Studierenden ein Blick in das Kommentarwerk, denn Rechtsschutzfragen stellen bekanntlich im schriftlichen und mündlichen Teil der Staatsprüfung eine gern gewählte Prüfungsmaterie dar.

Alles in allem ist der Praxiskommentar des Hamburger Hochschulgesetzes gelungen. Leider fehlen in manchen Kommentierungen der Erstauflage noch einige Ausführungen insbesondere zur Praxis an den Hamburger Hochschulen. Das Werk berücksichtigt bereits die Rechtsprechung des BVerfG zur Verfassungsmäßigkeit der §§ 90, 91 HmbHG. Jeder Leser findet in dem Werk sicherlich eine Antwort auf seine hochschulrechtsbezogene Frage: sei es zur Stuienplatzklage, zur Prüfungsanfechtung, zur Gremienorganisation in der Universität und Fakultät oder zur studentischen Selbstverwaltung. Durch zahlreiche Verweise auf Rechtsprechung und Literatur wird die Weiterarbeit erleichtert. Der Wert des „Praxiskommentars“ liegt in seiner deutlichen und verständlichen Wortwahl. Es scheint bewusst darauf Rücksicht genommen worden zu sein, dass nicht nur Juristen sich mit den rechtlichen Gegebenheiten des Hamburger Hochschulrechts auseinandersetzen müssen. Abgerundet wird das Werk mit einem sehr umfassenden Stichwortverzeichnis. Für jedermann, der beruflich mit dem Hamburger Hochschulrecht zu tun hat, lohnt sich der Kauf auf jeden Fall. Dem Studierenden seien die Kommentierungen zum Rechtsschutz wärmstens ans Herz gelegt.

☆★★★★

Christiane Eichholz
Europarecht

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Das Werk „Europarecht“ von Dr. Christiane Eichholz ist 2011 in zweiter Auflage in der Reihe „Juriq Erfolgstraining“ des Verlags C.F. Müller erschienen. Mit einem Umfang von nur 186 Seiten vermag es die Autorin dabei die prüfungsrelevanten Probleme und Sachverhalte des Europarechts zielgerichtet auf den Punkt zu bringen. Anfangs war ich, was den Umfang betraf, etwas skeptisch. Schließlich handelt es sich beim Europarecht um eine ausgesprochen komplizierte und ausufernde Materie. Frau Eichholz schafft es aber trotz des, im Gegensatz zu den gängigen Lehrbüchern, geringen Umfangs die Materie in ihren Grundzügen prägnant zu vermitteln. Für jeden der im dritten Semester die Pflichtveranstaltung im Europarecht besucht kann ich es deswegen uneingeschränkt empfehlen. Nicht zuletzt, weil es mit dem inkludierten Internet-Test die Möglichkeit schafft, Fragen, die oft in den Prüfungen gefragt werden, schon einmal durch wiederholendes Lernen zu überprüfen und zu verfestigen. Wiederholung und Verfestigung ist es auch, was durch diverse Randbemerkungen innerhalb des Buches großgeschrieben wird und deswegen einen Lernerfolg geradezu garantiert. Durch diverse Schemata, die sich noch dazu durch farbliche Markierung immer schnell wiederfinden lassen, eignet es sich auch für die Vorbereitung von Fallbearbeitungen. Diese kann auch in den im Buch enthaltenen Fällen bereits geübt und erlernt werden. Nicht zuletzt durch die hervorgehobenen Definitionen ist es sehr studentenfreundlich gestaltet und zudem sehr verständlich geschrieben.
Selbst Studierenden des Schwerpunktbereiches Europa- und Völkerrecht kann ich dieses Buch für den ersten Einstieg empfehlen. Es ermöglicht den Studierenden sich schnell einen Überblick zu verschaffen und gibt ihnen damit die Möglichkeit das Wissen der „großen“ Lehrbücher besser einordnen und verfestigen zu können.
Das Werk berücksichtigt auch die Vertragsänderungen von Lissabon und zitiert dementsprechend aus EUV n.F. und AEUV. Dies erleichtert das Arbeiten mit dem Buch im Gegensatz zu vielen der alten Werke ungemein.
Insgesamt kann ich für dieses Buch meine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Mir hat es sowohl in der Vorbereitung der Pflichtfachklausur als auch bei der Einarbeitung in den Schwerpunkt beste Dienste geleistet. Mit einem Preis von unter 20,- EUR ist es dazu auch sehr erschwinglich.

★★★★★

Jürgen Kühling/Christian Seidel/Anastasios Sivridis
Datenschutzrecht

97838114969272.jpg Wer sein Schwerpunktsstudium im Bereich des Medienrechts absolviert, wird recht bald mit dem Datenschutzrecht konfrontiert. Zwar ist dieses Rechtsgebiet nicht der Kategorie des „trockenen“ Rechts zuzuordnen, allerdings ist die Komplexität und vor allem das Normen Wirrwarr, das sich einem auftut, wenn man sich mit diesem rasant wachsenden Rechtsgebiet zum ersten Mal beschäftigt, nicht zu unterschätzen.

Das bereits in der zweiten Auflage erschienene Lehrbuch Datenschutzrecht von Jürgen Kühling u.a. schafft es auf nur 260 Seiten die Regelung dieses vielschichtigen Rechtsgebietes zu entwirren und einen, insbesondere für Studierende, fundierten Einstieg in dieses Rechtsgebiet zu ermöglichen. Dazu werden zum besseren Verständnis viele Anwendungsfälle mit Lösungsskizzen, Grafiken und Übersichten verwendet. Dabei sind die Fälle zumeist reale Streitigkeiten und die Rechtsprechung wird dargestellt, was einen zusätzlichen praktischen Bezug liefert. Es werden viele weiterführende Literaturhinweise gegeben und im Literaturverzeichnis fällt auf, dass recht aktuelle Literatur verwendet wird.

Zu Beginn werden hierarchisch die Grundlagen des Datenschutzrechtes dargestellt. Erst die internationalen Grundlagen und insbesondere die Unionsrechtlichen, dann der verfassungsrechtliche und einfachgesetzliche Rechtsrahmen. Die Novellierung des BDSG wird als nächstes in Augenschein genommen und zuletzt werden die datenschutzrechtlichen Spezialbereiche der Telemedien und der Telekommunikation beleuchtet.

Dieses Buch ist sehr gut zum Einstieg in das Datenschutzrecht geeignet, besonders für Studierende des einschlägigen Schwerpunkbereiches. Als begleitende Lektüre ist dieses Buch aufgrund seiner kompakten Darstellung nur ergänzend zu einem ausführlichen Lehrbuch zweckdienlich.

☆★★★★

Ute Brenneisen
Familien- und Erbrecht

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Das Familien- und Erbrecht gehört, zumindest im Überblick, zum Pflichtfachstoff im ersten Examen. Trotzdem wird die zugehörige Vorlesung nur selten besucht und so muss fast jeder Studierende die Inhalte für das Examen selbst erlernen. Zwar handelt es sich um einen Randbereich des Zivilrechts, nichtsdestotrotz müssen die Grundinhalte verstanden worden sein.
Ute Brenneisen hat mit ihrem Lehrskript aus der Reihe Juriq Erfolgstraining ein ideales Werk geschaffen, um sich die relevanten Inhalte anzueignen und zu trainieren. Wie die meisten Werke aus dieser Reihe ist es sehr übersichtlich gestaltet und beschränkt sich auf das Wichtigste. Kerninhalte werden in kleinen Hinweisboxen und Klausurtipps hervorgehoben und durch kleine Schaubilder wird der Inhalt greifbarer gemacht. Für alle wichtigen Ansprüche werden dem Studierenden Prüfungsschemata an die Hand gegeben und die ersten Fälle zur Bearbeitung können in den integrierten Fällen mit Falllösung bearbeitet werden. Das Erlernte kann jedoch nicht nur mittels dieser Fälle verfestigt und trainiert werden. Jeder Studierende bekommt über einen freizurubbelnden Code auf der letzten Seite des Buches die Möglichkeit das Wissen im „Online-Wissens-Check“ weiter zu trainieren und zu verfestigen. Die Möglichkeit diese Tests zu machen, sollten nicht unterschätzt werden, denn auf diese Weise kann der Studierende sein Wissen überprüfen, ohne sich dabei zu betrügen – Karte einfach umdrehen und „mal luschern“ ist nämlich auf diese Art und Weise der Abfrage nicht möglich.
Der erste Teil des Buches befasst sich auf 70 Seiten mit dem Familienrecht (Grundbegriffe, Verlöbnis, Ehe, Eheliches Güterrecht, Ehescheidungsrecht, Rechtsfragen außerhalb der Ehe, Abstammung, Verwandtenunterhalt, Elterliche Sorge sowie Vormundschaft (u.ä. Rechtsinstituten).
Der zweite Teil geht auf etwa 100 Seiten auf das Erbrecht ein (Einführung, gesetzliche Erbfolge, gewillkürte Erbfolge, Formen der Erbeinsetzung, Ausschluss von der Erbfolge, Rechtstellung der Erben, Erbschaftsanspruch, Erbschein, Pflichtteilsrecht und Verjährung).
Insgesamt wird der Studierende so auf weniger als 200 Seiten mit allen besonders wichtigen Problemen des Familien- und Erbrechts bekannt und vertraut gemacht. Das Buch ist sehr gut zu lesen und herausragend strukturiert. Für Studierende, die sich im Schwerpunkt mit dem Familien- und Erbrecht auseinandersetzen eignet es sich gut als Einstieg und schnelle Wiederholungsmöglichkeit. Es richtet sich wohl aber vor allem an Studierende, die sich das Familien- und Erbrecht für das Examen „schnell“ noch aneignen müssen und dafür möchte ich es gerne empfehlen. Mit einem Preis von 16,95 EUR liegt es durchaus noch im Rahmen dessen, was man für ein solches Lehrwerk zu zahlen bereit sein kann. Klare Kaufempfehlung für alle Wiederholer, Examenskandidaten und Überblicksstudierenden!

½★★★★

Andreas Musil, Daniel Burchard
Klausurenkurs im Europarecht

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Der Klausurenkurs im Europarecht von Musil/Burchard richtet sich an Studierende im Pflichtfach und Schwerpunktbereich. Für die derzeitige Pflichtfachvorlesung Europarecht im 3. Semester halte ich das Werk allerdings für zu umfangreich. Trotzdem würde es den Studierenden für das Examen nicht schaden, einen tieferen Blick hineinzuwerfen und einige der Fälle zu trainieren, da beispielsweise die Warenverkehrsfreiheiten in einer der öffentlich-rechtlichen Klausuren durchaus einmal thematisiert werden könnten. Durch den Umfang von etwa 400 Seiten ist das Werk allerdings eher den Studierenden im Schwerpunkt zu empfehlen.
In der zweiten Auflage wurde es an die gesetzlichen Neuerungen die sich aus dem Vertrag von Lissabon ergeben haben angepasst. So wird aus EUV und AEUV zitiert, was das Arbeiten mit dem Werk im Gegensatz zu vielen anderen erheblich vereinfacht, denn man kann sich direkt an die nun gültigen Artt. halten. Insgesamt wurden Fälle des EuGH für die Falllösung aufgearbeitet. Dies entspricht der gängigen Praxis bei den europarechtlichen Fallbücher.
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil wird in die Themenbereiche des Europarechts für Studierende von Schwerpunkt und Pflichtfach eingeführt. Im zweiten Teil werden Klausurkonstellationen im Europarecht erläutert. Dies fand ich besonders hilfreich, da sich der Studierende auf diese Weise abstrakt merken kann, mit welcher Art von Fällen er sich konfrontiert sehen kann. Im dritten Teil (ab Seite 30) folgen dann endlich die Fälle. Im Inhaltverzeichnis ist jeweils ersichtlich, welcher Fall sich für Schwerpunkt und/oder Pflichtfach eignet und welchen Schwierigkeitsgrad er aufweist. Für Studierende des Pflichtfaches, die sich eingehend mit dem Recht der EU auseinandersetzen möchten, ist das sicher praktisch, Studierende des Schwerpunktes sollten sowieso alle Fälle beherrschen.
Die Fälle sind folgendermaßen strukturiert: Zunächst wird der Sachverhalt geschildert danach folgen „Vorüberlegungen“ in denen beschrieben wird, an welchen EuGH-Fall der Sachverhalt angelehnt ist, zudem wird hier darauf eingegangen, was bei der Lösung zu beachten ist. So zum Beispiel worauf es im Rahmen der Prüfung des Vorabentscheidungsverfahrens ankommt oder welches Problem in der Abwandlung noch weiter vertieft werden sollte. Dieser Teil hätte meines Erachtens erst nach der Lösungsskizze des Falles stehen sollen, da man dann nicht so sehr versucht ist, schon einmal ein wenig zu „spicken“. Es folgt eine knappe Gliederung des Falles. Im Gegensatz zu den Lösungsskizzen die der ein oder andere aus der gleichen Reihe im Strafrecht schon kennt, fallen hier die Lösungsskizzen allerdings leider sehr viel schmaler aus. Anschließend wird die Musterlösung ausformuliert. Abgeschlossen wird jeder Fall mit weiterführenden Hinweisen zur Wiederholung und Vertiefung, was ich sehr positiv finde. Etwas problematisch fand ich die Formulierungen innerhalb der Musterlösungen, da sie mir zu weit von einem klaren Gutachtenstil entfernt waren. Auch inhaltlich ließ sich über die Lösungen innerhalb der Lerngruppe durchaus streiten.
Insgesamt fand ich das Buch deswegen nicht so herausragend gelungen wie andere Klausurenkurse der gleichen Reihe. Positiv ist natürlich zu bemerken, dass ein recht breites Spektrum an Fällen abgebildet wird (21 Fälle) und man sich mittels der weiterführenden Hinweise gut weiterinformieren kann. Insgesamt sollte jeder Studierende des SPB X Europa- und Völkerrecht dieses Buch durchaus in Betracht ziehen, dabei aber bedenken, dass es in seiner Ausführung denen im Staats- und Strafrecht nicht völlig gleichzusetzen ist.

☆½★★★

Peter Bülow/ Markus Artz
Verbraucherprivatrecht

bulow-artz-verbraucherprivatrecht.jpgIn vielen Klausuren und Hausarbeiten wird besonders gerne das Verbraucherprivatrecht geprüft. Es läuft einem augenscheinlich ständig über den Weg, nicht nur im Schuldrecht AT, sondern beispielsweise auch sehr gerne im Kreditsicherungsrecht und anderen Disziplinen. Ab dem zweiten Semester kann es den Studierenden bis hin zum Examen begleiten. Trotzdem wird es von den meisten gerne beim Lernen „ausgelassen“ bis es in der Klausur eine böse Überraschung gibt. Häufig liegt dies daran, dass es in den „normalen“ Lehrbüchern nicht ausführlich vorkommt und Studierende nicht genau wissen, was sie genau erwartet. Diese Wissenslücke kann mit dem Werk von Bülow/Artz bestens geschlossen werden. In ihrem Lehrbuch aus der Schwerpunkte –Reihe gehen sie ausführlich auf die Charakteristika verbraucherprivatrechtlicher Schuldverhältnisse ein. Hierunter sind beispielsweise die Haustür-, die Fernabsatz- und Kreditgeschäfte und die sich hierbei ergebenden Probleme eingehend erläutert. Genauso findet der Verbrauchsgüterkauf sowie AGBen Berücksichtigung.Das Werk ist eigentlich an Studierende in fortgeschrittenem Semester gerichtet, die sich diese examensrelevanten Probleme aneignen möchten. Ich würde das Werk jedoch jedem Studierenden ab dem zweiten Semester an Herz legen. Zwar wird und muss dann nicht das gesamte Buch auf einmal gelesen werden, aber es zeigt einem sehr viel besser als die meisten Standardlehrbücher des Schuldrechts AT (etc.) auf, welche Probleme sich ergeben, sobald Verbraucher involviert sind. Da diese Probleme auch schon in Anfängerklausuren auftauchen, lohnt es sich das Buch direkt parallel mitzulesen.
Mit etwas mehr als 200 Seiten hat das Werk einen Umfang der leicht zu bewältigen ist und dem Studierenden dennoch selbst in einschlägigen Hausarbeiten Lösungswege aufzuzeigen im Stande ist. Das Buch ist gut strukturiert und verständlich geschrieben.
Mit einem Preis von 21,95 € möchte ich hier wegen der großen Relevanz in Klausuren und dem Examen einem jeden Studierenden der Rechtswissenschaften ein klare Kaufempfehlung für dieses Lehrbuch über das Verbraucherprivatrecht aussprechen.

☆★★★★

Achim Bönninghaus
Schuldrecht BT III – Dienstvertrag, Geschäftsbesorgung, Geschäftsführung ohne Auftrag

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Im Lehrskript Schuldrecht BT III von Achim Bönninghaus werden auf etwa 100 Seiten der Dienstvertrag, die Geschäftsbesorgung und die Geschäftsführung ohne Auftrag behandelt.
Des Studierenden Lieblingsthema ist die „GoA“ meist nicht, doch um dieses Rechtsinstitut zu verstehen, bedarf es in der Tat Kenntnisse über Dienstvertrag und Geschäftsbesorgung. Von daher ist die Zusammenstellung sehr gut gelungen. Es deckt in etwa den ersten Teil der Vorlesung Schuldrecht BT III unserer Universität ab. Inhalte zu dem im Lehrinhalt auf die GoA folgenden Thema §§ 812 ff. BGB bietet es nicht. Der Studierende muss sich, möchte er zur Vorlesung dieses Skript zu Rate ziehen, deswegen auf den Kauf eines weiteren Buches/Skriptes einlassen wollen. Da schon dieses Skript 16,95 EUR kostet ist dementsprechend mit etwas höheren Ausgaben zu rechnen.
Was den Aufbau und die Struktur betrifft, so ist das Lehrwerk, wie auch die anderen Skripte aus dem Juriq-Erfolgstraining sehr übersichtlich und gut strukturiert aufgebaut. Durch diverse hervorgehobene Prüfungsschemata wird es dem Studierenden erleichtert, sich auf Klausuren vorzubereiten. Hierzu sind auch hervorgehobene Hinweiskästen und die inkludierten Fälle sehr hilfreich. Genauso wird das Wiederholen und Lernen durch den Online Wissens-Check gefördert, zu dem jeder Käufer eines Buches dank des enthaltenen Codes Zugang bekommt. Durch diverse Schemata, Definitionskästchen, Problemhervorhebungen und Klausurtipps wird man außerdem gut an die Fallbearbeitung herangeführt. Das Skript deckt die relevanten Probleme und Grundstrukturen der behandelten Themen ab und eignet sich daher gut für die schnelle Einarbeitung oder die Klausurvorbereitung „auf den letzten Drücker“.
Das Buch ist insgesamt sehr gut gelungen. Allerdings empfinde ich es mit einem Preis von 16,95 EUR für nur etwa 100 Seiten „Input“ etwas teuer. Es hätte auch mit weiteren Themen des Zivilrechts zusammengelegt werden können.

☆★★★★

Matthias Mahlmann
Rechtsphilosophie und Rechtstheorie

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In wohl jedem Grundstudium gibt es sie, die Grundlagenfächer. Und an kaum einer Universität wird die Rechtsphilosophie nicht wenigstens in diesem Grundstudium gelehrt. Für alle Studierenden dieser Materie hat Prof. Dr. Mahlmann nun mit „Rechtsphilosophie und Rechtstheorie“ ein neues Lehrwerk geschaffen.
Auf knapp 350 Seiten gibt er eine Einführung in die Rechtsphilosophie und Rechtstheorie beginnend in der Antike, von der er sich chronologisch in Richtung Gegenwart arbeitet. Durch diese chronologische Abfolge wird es den Studierenden leicht gemacht, sich in diesem komplexen Thema zu orientieren und alle großen Theorien kennen und verstehen zu lernen. Wobei natürlich jeweils nicht ausgiebig auf jede Theorie eingegangen wird, aber da es in dem Buch darum geht, sich ein Gesamtverständnis zu erarbeiten, reicht der jeweilige Überblick vollkommen. Durch den historisch-chronologischen Aufbau ist es zudem möglich, die Entwicklungen und Problemstellungen in ihrem Gesamtkonzept zu ergründen. Dieser erste, geschichtliche Teil lässt keine wichtige Theorie für ein Grundstudium vermissen. So ist sind (u.a.) sowohl Vorsokratiker, Aristoteles, Weltreligionen, die Vertreter des Gesellschaftsvertrages in den verschiedenen Ausprägungen, Hegel, Marx als auch die Rechtspositivisten vertreten. Auch der Verfasser des Buches räumt ein, dass noch weiteres erläutert werden könnte, das Wesentliche ist jedoch enthalten.
Der zweite Teil des Buches befasst sich mit der Systematik „Recht und ethische Orientierung“. Dieser Teil öffnet mit dem Verhältnis von Recht und Moral und nimmt den kleineren Teil des Buches ein. Hier werden Grundfragen, die sich in der Rechtstheorie stellen, aufbauend auf dem zuvor gelesenen erläutert und hinterfragt.
Das Buch ist insgesamt übersichtlich gestaltet und auch für Studierende verständlich geschrieben und aufgebaut. Für all diejenigen, die nach einem Lehr- und Lernwerk zu oder vor ihrem Studium suchen, möchte ich dieses Werk gerne empfehlen. Es gibt einen schönen Einblick und Einstieg in die Theorie, die hinter dem steht, womit man sich im späteren Studienverlauf alltäglich befasst. Sich hierfür ein Grundverständnis aufzubauen wird jedem Studierenden im juristischen Verständnis sicherlich weiterhelfen. Auch Studierende des Grundlagenfaches werden sicherlich alle wichtigen Theorien in diesem Buch wiederfinden. Für all diejenigen, die ihr Wissen in der Rechtsphilosophie in einer bestimmten Disziplin vertiefen möchten, ist das Werk wohl nicht geeignet. Jedoch kann es auch ihnen einen guten Überblick vermitteln. Mit einem Umfang von weniger als 350 Seiten ist es für jeden Studierenden auch noch gut neben den Hauptfächern zu lesen.
Insgesamt handelt es sich um ein sehr ausgewogenes Werk mit guter Struktur, dass ich jedem der sich für die Materie interessiert, wärmstens empfehlen kann.

★★★★★

Mike Wienbracke
Allgemeines Verwaltungsrecht

allgemeines-verwaltungsrecht-wiebracke.jpgWer sich nicht länger auf herkömmliche Weise die schwierige und komplexe Materie des Allgemeinen Verwaltungsrecht aneignen will, sollte seine Aufmerksamkeit diesem Skript widmen: Das JURIQ Erfolgstraining schlägt eine Brücke zwischen dem klassischen Lehrbuchprogramm und einem eLearning-Konzept.

Das Skript beinhaltet die wichtigsten Themen aus dem Bereich des allgemeinen Verwaltungsrechts und veranschaulicht diese knapp, aber dafür sehr präzise. Im Mittelpunkt steht dabei der Verwaltungsakt und seine wichtigsten Problematiken wie z.B. Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsaktes, seine Nichtigkeit sowie die Aufhebung eines Verwaltungsaktes.

Beeindruckend dabei ist, dass die Sprache im Skript doch sehr einfach gehalten ist, sodass einerseits Anfänger in diesem Bereich keine Probleme haben werden schnell in die Thematik einzusteigen und andererseits Fortgeschrittene bzw. Examenskandidaten es dennoch für ihre Vorbereitungen auf das Examen verwenden können.

Begleitend dazu findet der Leser sowohl im Text als auch am Rand eine visuelle Lernunterstützung: Die hervor gehobenen Farblayouts sowie die wiederkehrende Symbole am Rand ermöglichen dem Leser ein besseres Verständnis schwieriger Probleme und eine Steigerung der Erinnerungsleistung.

Besonders positiv hervorzuheben ist der Online-Wissens-Check: Der Leser kann hier auf einer leicht überschaubaren Internetseite sein gelerntes Wissen unter Beweis stellen bzw. eventuell vorhandene Wissenslücken schließen.

Allerdings lässt das Skript einige Wünsche offen: Zum einen ist der Online-Wissens-Check nicht grenzenlos verfügbar. Nach erstmaliger Freischaltung auf der Internetseite besteht der Zugang zum Onlinetrainer nur für 6 Monate, sodass man diese Option zu einem späteren Zeitpunkt nicht wahrnehmen kann.

Desweiteren sind einige Ausführungen doch etwas kurz ausgefallen und lassen dem Leser einige Fragen offen. An solchen Stellen muss dann zusätzliche Lektüre heran gezogen werden. Zudem fehlen im Skript Bezüge zum Staatshaftungsrecht und Verwaltungsprozessrecht, da diese in gesonderten Skripten behandelt werden.

Die Beispielfälle sind nur bedingt nützlich. Sie stellen in erster Linie auf die Rechtslage in NRW ab und nicht in allen Fällen wird in einer Fußnote auf die Normen anderer Bundesländer hingewiesen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass dem Autor ein in der Sprache angemessenes und strukturiertes Skript gelungen ist, das in der Lage ist, jedem Jura-Studenten- ob Anfänger oder Examenskandidaten- einen Überblick über das allgemeine Verwaltungsrecht zu verschaffen oder aber verdrängtes Wissen neu aufzuarbeiten, jedoch in einigen Punkten verbessert werden kann.

☆☆★★★