Artikel in der Kategorie 'Dismal Science'

Spiegel online stellt mit diesem kleinen FLASH dar, wie einfach es ist, uns alle mehr oder weniger genau zu überwachen - eine Freude für die Strafprozessualisten unter uns … oder die Grundrechtsschützer, je nachdem, von welcher Seite man den Fortschritt sieht.

 
von MI am 27. August 2007 in Kategorie: Dismal Science [tags: none]

Mit einem sehr ansprechenden Angebot sind einige Studenten der benachbarten Bucerius Law School (BLS) nun auf den Markt gekommen. Unter www.law-journal.de soll drei mal jährlich ein Law Journal nach amerikanischem Vorbild als PDF erscheinen. Ein erster Blick auf die behandelten Themen ist vielversprechend. Wir gratulieren!

Das Bucerius Law Journal orientiert sich an dem Vorbild der Law Journals US-amerikanischer Universitäten. Die Redaktion besteht aus Studierenden der Bucerius Law School. Ein wissenschaftlicher Beirat aus Professoren der Law School steht unterstützend zur Seite.

Die veröffentlichten Beiträge stammen überwiegend von Studierenden. Diese werden ergänzt durch Arbeiten von wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren. Rechtswissenschaftliche Themen des In- und Auslands bilden den Schwerpunkt der Veröffentlichungen. Im Format eines Streitgesprächs nehmen Praktiker und Akademiker zu aktuellen rechtswissenschaftlichen Fragen Stellung. Neu erschienene juristische Literatur wird schließlich in einigen Rezensionen gewürdigt.

Das Bucerius Law Journal wird dreimal im Jahr veröffentlicht. Es kann vorerst auf dieser Webseite kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

 
von OJ am 21. Februar 2007 in Kategorie: Hamburgensien, Dismal Science [tags: none]

Prof. Priester, Notar und Honorarprofessor an der Uni Hamburg, spricht sich heute in einer Kolumne in der FTD auf S. 33 für eine neue Unternehmensform aus. Er nimmt unter dem Titel “Schönheitskur oder Demontage?” die aktuellen Vorschläge zur GmbH-Reform etwas genauer unter die Lupe.

Nach einer kurzen Bejahung einiger gelungener Punkte kommt er dabei schnell zum eigentlichen Knackpunkt der Reform: er warnt eindringlich - und nicht anders kenne ich das von ihm aus seinen Vorlesungen - vor einer Absenkung des Mindestkapitals auf 10.000 Euro. Wir benötigen seiner Ansicht nach nicht die Konkurrenz zur Limited in Form der GmbH, da auch 10.000 Euro noch mehr Startkapital ist, als es die Limited vorsieht und die Limited soweit weiterhin einen Vorteil gegenüber der GmbH hat. Dabei stellt er immer wieder auch die These auf, dass weniger als 25.000 Euro kein solides Startkapital sind. Vielmehr - und das ist ein durchaus interessanter Gedanke - spricht er sich für eine den Bedürfnissen von Gründern zugeschnittene neue Rechtsform aus, also eine “Unternehmensgründergesellschaft”, die die Vorteile von Limited und GmbH vereint.
Während sein Ansatz zum Mindestkapital eher konservativ erscheint, desto innovativer ist sein Ansatz zu einer neuen Gesellschaftsform. Und hat er nicht Recht, wenn er am Ende sagt:

Man sollte eine weitere Rechtsform nicht scheuen, sondern sich erinnern: die GmbH ist selbst einmal als Antwort auf veränderte Bedürfnisse entstanden.

Btw: die zweisemestrige Vorlesung von Prof. Priester “Gesellschaftsrechtspraxis” ist die lohnenste Veranstaltung, die ich in meinen zahlreichen Semestern an dieser Uni besuchen durfte.

Grundlagen zur GmbH-Geschichte und -Reform gibt es auch in der aktuellen justament.

 
von OJ am 6. Juni 2006 in Kategorie: (Rechts-)Politik, Dismal Science [tags: none]