Artikel in der Kategorie 'Lesezeichen'

Auch wenn wir ungern Werbung für den Marktbeherrscher in Sachen juristischer Ausbildungsliteratur machen wollen, aber das Projekt des Beck-Verlags ist wirklich eine Erleichterung:

Unter dem Namen „JuS-Tutorium“ haben wir Ihnen (beginnend mit JuS 2007, 889) eine nach Themen und Rechtsgebieten geordnete Übersicht über diejenigen in der JuS abgedruckten Beiträge seit dem Jahrgang 2000 zusammengestellt, die wir in dem Sinne für wegweisend halten, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, diese Beiträge zu einer eigenständigen Vorbereitung auf die juristischen Prüfungen, allen voran die Examina, systematisch nutzen können […]

Die PDF-Datei kann beim Verlag heruntergeladen werden. Sowohl für die Anfangssemester, Fortgeschrittene, Examenskandidaten als auch für Referendare sind viele brauchbare Aufsätze aufgeführt, die einen optimalen Einstieg in viele Materien geben.

 
von OJ am 6. Oktober 2007 in Kategorie: Lesezeichen, Referendariat, Studium [tags: none]

Jeremy Blachman – Anonymous Lawyer (in englischer Sprache; ISBN: 0805079815)

Seit März 2004 herrschte helle Aufregung in der amerikanischen Law-Firm-Welt: unter dem Titel Anonymous Lawyer veröffentlichte ein angeblich fiktionaler Rekrutierungs-Partner einer großen Rechtsanwaltskanzlei an der US-amerikanischen Westküste ein Weblog (Internet-Tagebuch; kurz: Blog) über seine Tätigkeit. Lange wurde gemutmaßt, um welche Kanzlei und welchen Partner es sich handeln könnte, wollte doch niemand so recht glauben, offensichtlich auch aufgrund der großen Ähnlichkeit zum realen Alltag des Großkanzlei-Universums, dass es sich um frei erfundene Geschichten handeln würde. Einige Monate später wurde das Geheimnis um den Autor schließlich gelüftet: die Blog-Einträge stammten von Jeremy Blachman, einem Jura-Studenten der Harvard Law School.

Jeder kennt wahre, selbst erlebte oder erfundene Geschichten aus der Welt der Großkanzleien – in diesem Buch wird er viele alte oder neue Gerüchte überspitzt, mit dem Hang zur Selbstdarstellung des Protagonisten, aber immer unterhaltsam dargestellt, wieder finden. Blachman schreibt in einem ausgezeichneten Stil, immer prägnant, häufig zynisch, über Geschehnisse, die er wohl teilweise selber so erlebt hat oder die ihm von aufmerksamen Lesern seines Blogs so zugetragen wurden. Auch in der Form der Darstellung weicht das Buch von Altbekanntem ab: der Text stellt sich dem Leser wie in einem Blog dar, immer wieder unterbrochen durch die kurzweilige e-Mail-Korrespondenz des Hauptdarstellers (allem voran mit seiner Nichte). Im Blickpunkt steht dabei immer das große Ziel des Erzählenden selbst irgendwann „Chairman“ seiner Law-Firm zu werden.

Der Autor selbst hat sein Jura-Studium inzwischen abgeschlossen und der Welt der Rechtsberatung den Rücken gekehrt. In Zukunft möchte er vermehrt als Schriftsteller arbeiten. Wer sich näher mit der Geschichte des Autors auseinandersetzt (im Internet findet sich einiges Interessantes dazu), wird schnell feststellen, dass die langjährigen Qualen der Literatur-Interpretationen aus dem Schulunterricht nicht umsonst waren. Dem interessierten Leser wird auffallen, dass sich wahrscheinlich auch der Autor an manchen Stellen im Buch selbst wieder findet und am Ende wissen, warum der Blog in Zukunft wohl doppelt-fiktional ist.

Der Kult um den „Anonymous Lawyer“ geht indes weiter. Nicht nur sein Blog erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Es ist inzwischen sogar geplant, das Buch zu verfilmen. Nicht nur deswegen verdient das Buch als kurzweilige Lektüre, das gleichzeitig dazu beiträgt die eigenen Englisch-Kenntnisse aufzufrischen, das Prädikat „besonders lesenswert“.

 
von OJ am 13. Oktober 2006 in Kategorie: Lesezeichen [tags: none]

Heute ist es endlich soweit: das Buch vom Anonymous Lawyer erscheint. Bestimmt ähnlich lesenswert wie das dazugehörige Weblog. Mein Exemplar ist schon bestellt. Sowie ich wieder in Hamburg bin, liegt es in meinem Briefkasten.

0805079815-01-_SCMZZZZZZZ_V65591668_.jpg

 
von OJ am 25. Juli 2006 in Kategorie: Lesezeichen, Kurznachrichten [tags: none]

Unter dem Titel “Nichts anbrennen lassen” erklärt iRights.info-Redakteur Robert A. Gehring was man beachten muss, wenn man Kochrezepte ins Netz stellen will. Können Rezepte geistiges Eigentum sein?

Immer wieder kommt in Internet-Foren die Frage auf, ob man Kochrezepte, die man im Netz, in Kochbüchern oder Zeitschriften gefunden hat, einfach so weiterverbreiten darf. Was ist ein Rezept und fällt es überhaupt unter das Urheberrecht? Was ist mit Rezeptsammlungen? Diese interessanten Fragen beantwortet iRights.info.

 
von ML am 13. Juni 2006 in Kategorie: Lesezeichen, Fundsachen [tags: none]

Schweitzer online bietet einen monatlichen Newsletter mit aktuellen Neuerscheinungen juristischer Literatur an.

Für März 2006 kann dieser hier (PDF: 1,6 MB) heruntergeladen werden.

 
von ML am 21. März 2006 in Kategorie: Lesezeichen [tags: none]

Die LebenspraktikantenSie sind bestens ausgebildet, mobil, mehrsprachig, ideologisch unver- dorben und informationstechnisch auf dem neues Stand - sie sind bereit und bestens gerüstet, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Die Welt stehen ihnen offen! Ohne Praktikanten geht vielerorts gar nichts - nur fest angestellt werden sie nicht. Trotz abgeschlossenem Studium hangeln sie sich von einem Prakitkum zum nächsten, von einem Aushilfsjob zum anderen. Sie sind Meister der Anpassung und führen ein Leben auf Probe.

Über die Gefühlslage von sieben ausgewählten Praktikanten hat die 29-jährige Nikola Richter ein Buch geschrieben: “Die Lebenspraktikanten”. Dabei greift die Autorin auch auf eigene Erfahrungen zurück: Nach einem Studium der Germanistik, Anglistik und Komparatistik absolvierte sie einen Praktika- und Jobmarathon.


Nicola Richter: Die Lebenspraktikanten (Fischer-Verlag, 192 S., € 8,-)

 
von ML am 21. März 2006 in Kategorie: Lesezeichen [tags: none]