Artikel in der Kategorie 'Hamburgensien'

Da können Hamburger Studierende aber aufatmen: Laut Abendblatt hat der Hochschulrat das neue Finanzkonzept von Präsidentin Monika Auweter-Kurtz abgenickt. Befürchtungen, wonach die sog. Orchideenfächer gestrichen und Mittel für die “großen” Studiengänge gekürzt werden sollen, haben sich somit nicht bewarheitet.

Die Zukunft der Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg ist gesichert: Weder müssen kleine Orchideenfächer dichtmachen, noch kommt es zum Abbau von Studienplätzen in dem großen Stil, wie ihn die Kommission des Ex-Bürgermeisters Klaus von Dohnanyi (SPD) 2003 empfahl. Das geht aus dem neuen Konzept zur internen Mittelverteilung hervor, das der Hochschulrat am Montag in erster Lesung behandelt hat.

Und wie geht es uns dabei?

Tatsächlich soll auch die Juristische Fakultät 516 Studienanfängerplätze pro Jahr im Portfolio haben, 96 mehr als in den Leitlinien vorgesehen. Auweter-Kurtz: “Die Ausstattung kann nahezu unverändert bleiben.”

Unverändert also… Schade, mehr Plätze ist ja nicht alles - aber diese Uni scheint nur noch um ihre Außenwirkung bemüht, während intern vieles den Bach runter geht…

 
von MI am 3. Juni 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik [tags: none]
Es stehen zwar noch nicht alle Details fest. Aber so viel ist sicher: Die Hochschulen müssen das Geld nicht eintreiben, das ist auch nicht ihre Aufgabe. Stattdessen soll ein Kreditinstitut Studiengebühren-Darlehen gewähren, die nach dem Examen von den Studenten zurückzuzahlen sind. Wir sind bereits in Gesprächen mit einer infrage kommenden Bank. Übrigens: Die während des Studiums anfallenden Zinsen trägt die Stadt. Eine so attraktive Regelung gibt es in ganz Deutschland nicht noch einmal.

Soviel erst mal von Herlind Gundelach (CDU) im Abendblatt. Wir warten gespannt weiter!

 
von MI am 20. Mai 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik [tags: none]

Was macht man, wenn man etwas, das man eigentlich bereits genehmigt hat, nun nicht mehr will? Nehmen wir das Kohlekraftwerk Moorburg doch mal als Beispiel:

Vattenfall ist bereits fleißig dabei, das Kraftwerk hochzuziehen, dann kam dem Senat die Wahl dazwischen, die ja bekanntlich in einem schwarz-grünen Bündnis endete. Nun ist die GAL ja nicht wirklich begeistert von diesem Kraftwerk, kann aber auch nicht einfach zu Vattenfall gehen und sagen: Lass das mal!

Was macht man? Die Lösung ist so genial wie simpel und steht in der online-Ausgabe der FTD:

Im Koalitionsvertrag planen CDU und Grüne, die Fernwärmeversorgung der Stadt neu auszuschreiben, die bisher Vattenfall betreibt.

Das soll die Lösung sein? Klingt unspektakulär und, mal ehrlich, fehlt da nicht irgendwie der Zusammenhang? Nein, denn Vattenfall hatte Moorburg so konzipiert, dass die Abwärme des Kraftwerks in die Fernwärme eingespeist wird. Wenn sie nun diese verlieren, dann müssen sie schauen, wo sie mit der Wärme bleiben. In die Elbe? Möglich, aber maximal darf diese um 3° aufgeheizt werden - wahrscheinlich ist jedoch ein wesentlich größerer Anstieg. Nun hofft man also, dass Vattenfall die Lust verliert und ohne Schadensersatzforderungen abzieht…

Winkeladvokatie im ganz großen Stil halt!

 
von MI am 18. April 2008 in Kategorie: Hamburgensien [tags: none]

Soeben ging es über den Äther: Die CDU und die GAL haben sich geeinigt - der Koalitionsvertrag ist perfekt und wird zur Stunde unterschrieben!

Nun warten wird mal gespannt, ob die jeweiligen innerparteilichen Abstimmungen  auch dazu führen, dass der Vertrag von der Parteibasis ratifiziert wird.

 
von MI am 17. April 2008 in Kategorie: Hamburgensien [tags: none]

Eigentlich ist dieses Thema leidig. Eigentlich wollte ich mich hiervor verschließen. Eigentlich muss man nicht alles kommentieren. Eigentlich… Ich habe mich umentschieden, als ich den Beitrag von Prof. Merkel bei ZEIT online las. Allein der Anfang ist schwer zu verdauen, denn so steht im ersten Satz bereits:

Der Zank um den Staatsrechtler Horst Dreier ist erbärmlich. (…)

Hoppla, da wird ja schön von oben herab auf den Rest der Welt geschaut. Zugegeben, dass man als Professor (zudem für Strafrecht) ein gesundes Ego benötigt, ist klar: Nirgendwo wird mit so harten Bandagen um die Meinungen gekämpft, wie in diesem Ressort. Trotzdem ist dieser Ton vielleicht eher etwas für eine juristische Fachzeitschrift als für eine Tageszeitung. Egal, die Formalitäten sollen nicht stören, denn es kommt ja auf den Inhalt an. Vollständigen Artikel lesen »

 
von MI am 9. April 2008 in Kategorie: Hamburgensien, In eigener Sache, Studium [tags: none]
Statt wie bisher 500 Euro pro Semester sollen Studenten in der Hansestadt künftig 375 Euro zahlen - aber erst, wenn sie nach dem Studium im Berufsleben stehen und mindestens 30.000 Euro im Jahr verdienen

CDU und GAL haben sich geeinigt, wie der Spiegel berichtet. Demnach werden die Studiengebühren nachgelagert erhoben, also erst, wenn nach dem Abschluss auch wirklich Geld verdient wird.

Das neue Modell solle zum Wintersemester 2008/2009 umgesetzt werden, sagte die Grünen-Landeschefin Anja Hajduk nach mehrstündigen Beratungen am Freitag. “Die Studenten sollen während des Studiums keine Gebühr entrichten.”

Warten wir ab, ob es tatsächlich so kommt - diese Lösung ist durchaus fair und hat Beispielcharakter!

 
von MI am 5. April 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik, Studium [tags: none]

Wie der Personalrat für Referendare mitteilt, hat die Hamburgische Bürgerschaft als letztes der drei GPA-Bundesländer (Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen) der Einführung des Verbesserungsversuchs für das zweite Staatsexamen zugestimmt.

Damit können nun alle Referendare des GPA, die ab dem 1. Oktober 2007 ihre erstmalige schriftliche Prüfung abgelegt und die gesamte Prüfung bestanden haben, einen Verbesserungsversuch beantragen. Der Antrag muss spätestens vier Monate nach dem mündlichen Prüfungstermin schriftlich an das GPA gerichtet werden.

Über den genauen Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung (mit Hinterlegung der Ratifizierungsurkunden aller GPA-Länder bei der Hamburgischen Senatskanzlei) und über die genaue Höhe der zu entrichtenden Gebühr (im Gespräch sind derzeit ca. 500 bis 600 Euro) werden wir Euch umgehend benachrichtigen.

Gefunden auf der Homepage des Personalrats. Dort ist auch der komplette Wortlaut des beschlossenen Gesetzes zu finden.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, (Rechts-)Politik, Studium [tags: none]

Der Personalrat für Referendare in Hamburg hat seit Kurzem eine eigene Homepage.

Darauf finden sich stets aktuelle News rund um das Referendariat in Hamburg. Weiterhin werden Leitfäden und Examensfahrpläne sowie das komplette Kursangebot der Personalstelle für Referendare und eine umfangreiche FAQ-Liste angeboten.

Ein wirklich gelungenes Angebot für das Referendariat in Hamburg.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Referendariat [tags: none]

Prof. Bork, Prodekan an der Fakultät für Rechtswissenschaft, zur Neuregelung des Freischusses nach 9 Semestern:

„Hamburg wird wieder einmal zum Billiglohnland für die Juristenausbildung und die ganze Aktion dient nur dazu, dem gewerblichen Repetitor die erforderlichen Freiräume zu verschaffen.“

In Berlin (das übrigens schon lange vor Hamburg zum “Billiglohnland” geworden ist) wird man das Zitat mit einem lachenden Auge sehen. ;-)

 
von OJ am 21. Januar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Studium [tags: none]

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, verabschiedet die Hamburgische Bürgerschaft morgen einen Antrag der GAL-Fraktion, wonach der “Freischuss” wegen der veränderten Modalitäten der universitären Schwerpunktbereichsprüfung ab sofort nach dem 9. Semester (und nicht wie bisher nach dem 8. Semester) möglich ist. Die Neuregelung soll bereits im Januar in Kraft treten. Für die betroffenen Studenten sicherlich eine gute Sache.

Auch der Fachschaftsrat hat das Thema nachhaltig unterstützt. Wir hatten zuvor über das Thema berichtet.

 
von OJ am 12. Dezember 2007 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik, Studium [tags: none]