Um unseren (zukünftigen) Berufsstand steht es schlecht: Anwälte verdienen nichts mehr, es gibt eine Juristenschwemme, wer nicht 2 mal zweistellig sowie Kriegsbemalung vorne (Dr.) und hinten (LL.M.) hat, bekommt sowieso keinen Job, wir werden alle als erfolglose, kleine Einzelanwälte enden etc. Das sind die Horrormeldungen, mit denen wir täglich konfronitert werden. Und dann berichtet Beck Online auch noch das:
Rechtsanwälte gehen davon aus, dass sie acht Prozent ihrer Vergütungsforderungen gegenüber Mandanten nicht realisieren können und als Verlust verbuchen müssen. Dies hat eine Befragung von mehr als 1.000 Rechtsanwälten durch das Essener Soldan Institut für Anwaltmanagement ergeben. Der Anteil der Forderungsausfälle am Gesamtumsatz sei in der Anwaltschaft damit mehr als viermal so hoch wie bei mittelständischen Unternehmen, erklärte das Institut.
Besonders schön finde ich allerdings das hier:
Der Vorstand des Instituts Matthias Kilian sprach von einem Sonderopfer bei der Gewährleistung des Zugangs der Bevölkerung zum Recht, das Kleinkanzleien faktisch erbrächten.
“Sonderopfer bei der Gewährleistung des Zugangs der Bevölkerung zum Recht”. Da hat sich das Lyrik-Studium aber gelohnt für den Herrn Kilian.
Aber: wir lassen uns nichts madig machen. Der Anwaltsberuf kann auch Spaß machen. Davon kann man sich jeden Tag überzeugen, wenn man z.B. in den Rechtsanwalts-Blawgs mitliest, die wir hier verlinkt haben. Besonders lesenswert sind die Blawgs mit den Geschichten aus dem Strafrecht (z.B. LawBlog und Strafblog).