Archiv vom 13. Mai 2006

Generation Praktikum jetzt beim BND? Mitnichten. Wie der Spiegel in einer Vorabmeldung berichtet, darf aber nun der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic (Linkspartei) ein einwöchiges Praktikum beim BND machen:

Erstmals wird ein Bundestagsabgeordneter den Bundesnachrichtendienst (BND) von innen kennenlernen. Der Abgeordnete der Linken im Bundestags-Kontrollgremium für die Geheimdienste (PKG), Wolfgang Neskovic, wird Ende Juli ein Praktikum beim BND machen. Geheimdienstchef Ernst Uhrlau gab Neskovic vergangenen Mittwoch die Erlaubnis für das einwöchige Gastspiel in der Pullacher Zentrale. “Ich möchte ein Gefühl für die Arbeitsweise des Dienstes bekommen”, sagt Neskovic, der auch im BND-Untersuchungsausschuss des Bundestags sitzt. Besonders pikant: Teile der Linkspartei werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Der ehemalige Bundesrichter will alle Abteilungen durchlaufen und vor allem Einblick in das System der Aktenführung bekommen. “Um die Arbeit einer Behörde effektiv zu kontrollieren, muss man sie auch kennen”, begründet Neskovic sein Praktikum, bei dem es, wie er betont, ums Schnuppern gehe, “nicht ums Schnüffeln”.

 
von OJ am 13. Mai 2006 in Kategorie: Fundsachen, (Rechts-)Politik [tags: none]

Neulich haben 80 Studenten die Hamburger Wissenschaftsbehörde besetzt und ein wenig Randale gemacht (Bericht vom Abendblatt hier). Es wurden die Wände mit Kreide “verschönert”, Aufkleber angebracht und wohl auch ein Ordner aus dem Fenster geworfen. Leider ist wohl noch ein wenig mehr passiert. Davon berichtet zumindest die WELT und zitiert eine Pressemitteilung des Innenstaatsrates Christoph Ahlhaus (CDU):

Der Staatsrat der Innenbehörde, Christoph Ahlhaus, hat sich am Freitag mit einem Appell an Hamburgs Studenten gewandt: Sie sollten sich deutlich von Gewalttätern distanzieren. “Die Versammlungsfreiheit war, ist und bleibt eines der höchsten Güter in unserer Demokratie”, sagte Ahlhaus, “wir können es aber auf keinen Fall akzeptieren, wenn es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt, in deren Verlauf Hamburger Polizeibeamte verletzt werden.” Dies werde man nicht tolerieren. Am Mittwoch war es bei der Besetzung der Wissenschaftsbehörde durch Studenten und der anschließenden Räumung zu Ausschreitungen gekommen. “Ich appelliere daher an die Hamburger Studenten, sich aktiv und offensiv von Gewalttätern zu distanzieren. Solche Straftäter schaden dem Image der Studenten und ihrer Anliegen.”

Wie gesagt: es waren 80 Studenten, wie in letzter Zeit bei solchen Aktionen üblich. Und nicht alle 38.000 der Uni Hamburg. Also kein Grund uns alle in “Sippenhaft” zu nehmen. Die überwältigende Mehrheit der Studenten an der Uni Hamburg teilt diese Aktionen nicht.

Die Wissenschaftsbehörde hat zumindest erstmal Strafanzeige erstattet. Das berichtete die WELT gestern.

 
von OJ am 13. Mai 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Studium [tags: none]

Heute kommt es zur entscheidenden Partie um die Vize-Meisterschaft (und somit auch um den Direkt-Einzug in die Champions-League) zwischen Hamburg und Bremen.

Wer sich sonst noch für norddeutsche Geschichte interessiert und mehr über die langjährige Konkurrenz zwischen Hamburg und Bremen erfahren möchte, der möge sich bei der taz Nord informieren. Lesenswert

 
von OJ am 13. Mai 2006 in Kategorie: Hamburgensien [tags: none]