Archiv im Monat Juli 2006

ElbeBlawg im Exil (oder Urlaub - je nach dem, wie man das sehen möchte) hat einen ersten kleinen Erfahrungsbericht aus München zu bieten:

Trotz Nicht-Existenz einer gesetzlich garantierten Verfassten Studierendenschaft gibt es hier eine scheinbar sehr aktive und pragmatische Fachschaft (schöner Raum in noch schönerem Gebäude), die viele interessante Projekte angestoßen hat (KVV, Examens-Feier etc.). Ich hatte vorgestern ein wirklich nettes Gespräch mit einem der dortigen Vertreter. Es folgte die Besichtigung der Rest-Uni: Mensa (richtig schön viele schwarze Bretter), AStA (ein wenig unordentlich), zentrale Uni-Gebäude (wirklich sehr schön) und eine studentische Vollversammlung (mit mir 19 Leute und die Feststellung, dass es auch hier Menschen gibt, denen die PDS zu rechts ist).

Es folgte ein netter Nachmittag im Biergarten mit einem Münchner Referendar aus dem Jurawelt-Forum.
Fotos von der imposanten Uni reiche ich noch mal nach, ich hatte aber leider keine Kamera dabei.

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Hochschulrecht/-politik, Studium [tags: none]

Erneut hat der Kongress in Washington eine Anhebung des Mindestlohns abgelehnt. Dieser war zuletzt 1997 erhöht worden. Pikant dabei, dass im selben Zeitraum die Diäten der Abgeordneten um knapp 32.000,- $ stiegen. Die heutigen Republikaner sehen den Mindestlohn als Job-Killer und Anreiz, sich auf die faule Haut zu legen. Dank des niedrigen Mindestlohns leben immer mehr Amerikaner unter dem Existenzminimum.

Quelle: Spiegel Online

 

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Kurznachrichten [tags: none]

Die Kür der designierten Präsidentin der Universität Hamburg, der Stuttgarter Professorin für Luft- und Raumfahrttechnik Monika Auweter-Kurtz, könnte morgen ein großes Stück vorankommen. Nach Informationen aus der Universität tagt der Hochschulrat, der nach dem förmlichen Verfahren die Kandidatin wählt. Zur Frage, ob dies voraussichtlich bereits morgen geschehen wird, mag sich die Universität nicht äußern. Sie hatte vor einigen Tagen alle Beteiligten aufgefordert, der Öffentlichkeit keine Informationen mehr zur Wahl des zukünftigen Präsidenten oder der zukünftigen Präsidentin zu geben.

Da hatten sich nämlich einige nicht dran gehalten. Der traurige Hauptdarsteller der Posse wird dann im nächsten Absatz erwähnt.

Sollte der Hochschulrat - ein neunköpfiges Gremium, dessen Mitglieder von der Universität und dem Hamburger Senat bestimmt werden - die Stuttgarter Kandidatin wählen, so müßte im nächsten Schritt der Akademische Senat der Hochschule die Wahl bestätigen. Eines seiner Mitglieder, Bela Rogalla, kritisiert seit Wochen öffentlich, die Kandidatin Auweter-Kurtz mache Geschäfte mit Rüstungskonzernen und sei als Uni-Präsidentin ungeeignet. Die Physikerin forscht zu Brennkammern von Raketenantrieben und damit in einem Bereich, der sowohl wissenschaftlichen als auch militärischen Zwecken dienen kann.

Bela Rogalla, seines Zeichens exmatrikulierter Jura-Student und nun schon “längere Zeit Studierender” hat seit Wochen nichts besseres zu tun, als vertrauliche Unterlagen, die für die Mitglieder des Akademischen Senats bestimmt waren, diversen Redakteuren zuzuspielen. Die Verpassung des Spitznamens “Raketen-Moni” gehörte dabei noch zu den harmloseren Erscheinungen. Er ist wohl - ebenso wie seine Leidensgenossen - nie darüber hinweg gekommen, dass ein vernünftiger Student in die Präsidentenfindungskommission von der Mehrheit der Professoren gewählt wurde und die (teils extreme) Linke mal wieder nicht mitreden darf. Warum nur?

Gespannt darf man sein, wo der Hochschulrat dann morgen nicht-öffentlich tagt: als das letzte Mal eine kritische Entscheidung anstand, flüchtete man schnell in die Zentrale von Unilever, da ein Vorstandsmitglied dort Vertreter im Hochschulrat ist.

Quelle der Zitate: Hamburger Abendblatt

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik, Studium [tags: none]

Microsoft hat gestern Abend überraschend in einer sehr interessanten Pressemitteilung eröffnet, dass man Windows zukünftig für Konkurrenten öffnen wird und zwar erstmalig mit der Version “Vista”.

Das Unternehmen aus Redmond hat sich selbst 12 Regeln in drei Themenbereichen aufgestellt, die für mehr Transparenz sorgen und natürlich Konkurrenten an den eigenen Innovationen teilhaben lassen sollen. Ganz freiwillig wird Microsoft diesen Schritt nicht gegangen sein, denn in den letzten Jahren häuften sich die Klagen, in denen dem Unternehmen Wettbewerbsbehinderung vorgeworfen wird. Erst kürzlich verhängte die Europäische Union eine zweite Rekordstrafe in Höhe von 280,5 Millionen Euro.

Quelle: Microsofts 12 Prinzipien (via WinFuture.de)

 
von ML am 20. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Für ein warmes Essen im Wert von 30 Euro hat ein Hamburger Wasserschutzpolizist seine berufliche Laufbahn aufs Spiel gesetzt. Das Amtsgericht Harburg verurteilte den 47-Jährigen gestern zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten, weil er für ein Entgegenkommen bei einer Fahrzeugkontrolle von einem Spediteur die Mahlzeit verlangt und bekommen hatte.

Quelle: taz Hamburg

(mehr über den Beamten weiß das Hamburger Abendblatt)

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Rechtsprechung [tags: none]

Typischer Fall von “dumm gelaufen”:

Das gibt es an der Herbertstraße auf St. Pauli nur höchst selten zu sehen: Das Tor zur Davidstraße ist weit geöffnet. Sogar Frauen haben freien Blick auf die Männermeile. Der Grund: Ein Rettungswagen musste gestern Mittag bis vor die Puff-Haustür fahren, weil ein Freier sich verletzt hatte - und das, noch bevor es überhaupt zur Sache ging.

Arno D. hatte sich vorher noch schön einen genehmigt. Angeschickert steuerte er die Sünden-Straße an und entschied sich für eine dralle Dame. Man kam ins Geschäft. Doch auf dem Weg ins Kämmerlein stürzte der 61-jährige mit heruntergelassenen Hosen die Treppe herunter. Dabei erlitt er eine Kopfplatzwunde. (…) Als die Sanitäter ihn in den Rettungswagen brachten, hielt seine Auserwählte noch tröstend das Händchen.

Ansprüche aus culpa in contrahendo?
Ist doch eigentlich der klassische Supermarkt-Fall… ;-)

Gefunden in der Hamburger Morgenpost.

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Humoriges, Fundsachen [tags: none]

Als wenn Erni und Bert auseinander gehen würden:

2008 wird ein Jubiläumsjahr für Gerhard Delling und Günter Netzer, sozusagen “Hölzerne Hochzeit”. Denn seit 1998 analysiert das Duo gemeinsam die Länderspiele der DFB-Auswahl. Nach der Fußball- Europameisterschaft 2008 in der Schweiz werden die Grimme-Preisträger jedoch nicht mehr gemeinsam kommentieren.

Gefunden bei 11 Freunde

 
von OJ am 20. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

1. Zu Google surfen
2. “Failure” als Suchbegriff eingeben (deutsch: Versager/Versagen)
3. Auf “Auf gut Glück!” klicken (der Button neben “Suchen”)
4. Überraschen lassen …

 
von ML am 20. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Die Bundesregierung will die Opfer von Verbrechen schneller entschädigen und Bürger besser vor Gewalttätern schützen. Das Bundeskabinett verabschiedete gestern in Berlin einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Modernisierung der Justiz. Dieser sieht unter anderem vor, dass Opfer von Straftaten schneller als früher entschädigt werden sollen, indem der Wiedergutmachung Vorrang vor der Vollstreckung von Geldstrafen eingeräumt wird.

Schadenersatzansprüche sollen auch gegen Täter möglich sein, die nach Jugendstrafrecht verurteilt wurden. Bereits verurteilte Gewalttäter bleiben selbst dann in Haft, wenn eine Wiederaufnahme des Verfahrens erreicht wurde.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sagte: “Wir wollen dazu beitragen, dass Gerichtsverfahren zügiger werden und weniger kosten, natürlich unter Wahrung unserer hohen rechtsstaatlichen Standards.” Das Gesetz soll zum Ende des Jahres in Kraft treten und bedarf der Zustimmung durch den Bundesrat. Insgesamt umfasst das so genannte Zweite Gesetz zur Modernisierung der Justiz Änderungen in 26 Gesetzen.

Quelle: n-tv

 
von ML am 20. Juli 2006 in Kategorie: (Rechts-)Politik [tags: none]

Ein wegen Beleidigung der Schauspielerin Veronica Ferres angeklagter 51-Jähriger ist heute nicht vor dem Amtsgericht Bremen erschienen. Der Mann habe sich krank gemeldet, berichtet e110. Dem 51-Jährigen wird vorgeworfen, im April 2005 eine E-Mail an Ferres geschickt zu haben, in der er äußerst drastisch sein Missfallen über angebliche Bauabsichten der 41-Jährigen in München ausgedrückt hatte. In der Mail wurde Ferres mit vulgären Wörtern beleidigt. Gegen die Zahlung von 60 Tagessätzen zu 20 Euro hatte der Mann Einspruch eingelegt, weshalb für heute eine neue Verhandlung anberaumt wurde.

 
von ML am 19. Juli 2006 in Kategorie: Kurznachrichten [tags: none]