Archiv vom 14. Juli 2006

Einem Studenten des RheinAhrCampus in Remagen ist es offenbar gelungen, das Rechnersystem der Fachhochschule zu knacken. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den 24-Jährigen wegen des Verdachts des Aufspürens von geheimen Daten. Die Wohnung des Mannes sei bereits durchsucht worden, teilte die Behörde mit. Der 24-Jährige hat angeblich eine bevorstehende Klausur aus dem Hochschulrechner heruntergeladen. Als er diese an Kommilitonen weitergab, sei die Tat noch vor dem eigentlichen Klausurtermin aufgeflogen.

Quelle: e110

 
von ML am 14. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen, Kurznachrichten [tags: none]

Diese Lehrerin wähnte sich wohl im vorletzten Jahrhundert: Vergaßen Kinder ihre Namen auf Übungszetteln, schlug sie den Grundschülern als Ermahnung rhythmisch auf die Stirn. Das kam die 58-Jährige vor Gericht teuer. Heute ist sie vom Amtsgericht Fürth wegen Körperverletzung im Unterricht zu einer Geldstrafe von 4.950 Euro verurteilt worden.

Quelle: UniSpiegel

 
von ML am 14. Juli 2006 in Kategorie: AG, Rechtsprechung [tags: none]

Ein US-Gericht hat die Klage eines Internetunternehmens gegen Google zurückgewiesen. Das Online-Angebot Kinderstart.com wirft Google “monopolistische Praktiken” vor und hatte die Firma unter anderem wegen Einschränkung der freien Rede und Wettbewerbsverzerrung verklagt. Die Suchmaschine für Kinder war von Google auf den Pagerank Null zurückgestuft worden und hatte dadurch nach eigenen Angaben erhebliche Umsatzeinbußen erlitten.

Richter Jeremy Fogel vom US-Bezirksgericht San Jose (US-Bundesstaat Kalifornien) hat in seiner gestern bekannt gegeben Entscheidung alle neun Vorwürfe des Klägers zurückgewiesen. Nach Meinung des Richters war es dem Unternehmen nicht gelungen, die Vorwürfe ausreichend zu begründen. Der Richter hatte besonders darauf hingewiesen, dass die Angelegenheit anders zu bewerten sei, sollte Google manuell in den Pagerank eingegriffen haben.

Quelle: heise.de

 
von ML am 14. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen, Kurznachrichten [tags: none]

Eine in Washington D.C. ansässige Anwaltskanzlei namens Butera & Andrews beschuldigt den Konzern IBM, in das E-Mail-System des Unternehmens eingebrochen zu sein. Sie fordern Schadensersatz sowie eine Rückzahlung der Kosten, die durch die Untersuchung der Mail-Server entstanden sind. Ein unbenannter Angesteller von IBM soll sich in das Mail-System der Anwaltskanzlei gehackt haben. Er erlangte vollen Systemzugriff und konnte sich somit die Nachrichten herunterladen. Butera & Andrews holten sich Experten ins Team, um den Einbruch in das System zu untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass es rund 42.000 Versuche von 80 verschiedenen IP-Adresse gab, in das System zu gelangen - alle wurden IBM zugeordnet.

Quelle: WinFuture.de

 
von ML am 14. Juli 2006 in Kategorie: Fundsachen, Kurznachrichten [tags: none]

Hamburg will auch weiterhin Brechmittel gegen Dealer einsetzen - trotz des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, nach dem die zwangsweise Vergabe gegen das Folterverbot verstößt. Justizsenator Carsten Lüdemann (CDU) sagte gestern, für ihn sei nicht ersichtlich, ob aus dem Urteil Schlußfolgerungen für Hamburg zu ziehen sind. Vieles spreche dafür, daß vor dem Europäischen Gerichtshof ein Einzelfall entschieden wurde.

Man will solange nichts an dem Verfahren ändern, bis man das Urteil übersetzt und ausgewertet hat. Die Opposition in Hamburg kritisiert das Vorgehen.

Quelle: Hamburger Abendblatt

 
von OJ am 14. Juli 2006 in Kategorie: (Rechts-)Politik [tags: none]

Der in Paraguay lebende Rheinländer Jürgen Haas, der tausenden im Ausland adoptierten Kindern zu Kindergeld in Deutschland verhelfen wollte, wird mit seinem Vorgehen keinen Erfolg haben:

Zum Streit vor dem rheinlandpfälzischen Finanzgericht in Neustadt an der Weinstraße kam es, weil die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit einen Antrag von Hass auf Kindergeld für seine in der paraguayischen Hauptstadt Asuncion lebende Tochter abgelehnt hatte. Das Kind lebe in Paraguay und habe dort keinen Anspruch auf Kindergeld. Hass, der bei deutschen Behörden als notorischer Querulant gefürchtet ist, hatte zudem damit gedroht, mit mehr als tausend Kindern und Müttern nach Deutschland zu reisen, weil dann neben dem Kindergeld auch Sozialhilfe für sie fällig sei. Nachdem die Familienkasse seine Anträge abgelehnt hatte, klagte Hass.

Die Begründung ist allerdings das Schönste: ihm wird einfach die Klagebefugnis abgesprochen.

Das Gericht rügte “die fehlenden Fähigkeiten des Klägers, sinnvolle Anträge zu stellen sowie diese durch eine schlüssige Klagebegründung zu substantiieren”.

Warum denkt man hier zwangsläufig daran, warum Gerichte in anderen Rechtssachen nicht ähnlich entscheiden?

Quelle: Spiegel Online

 
von OJ am 14. Juli 2006 in Kategorie: (Rechts-)Politik, Rechtsprechung [tags: none]

Die “Bild”-Zeitung will ab sofort zu ihren Fehlern stehen. In einer gesonderten Korrekturspalte auf Seite zwei sollen Irrtümer in der Berichterstattung aufgelistet und korrigiert werden. Das war am Donnerstag auf Seite eins zu lesen und wird in einer Pressemitteilung des Axel-Springer-Verlages bestätigt. “‘Bild’ ist eine große und schnelle Zeitung, die auf ein Netzwerk von rund tausend Journalisten zurückgreift. Und wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler”, sagte Chefredakteur Kai Diekmann. In der Korrekturspalte sollten sie schnell und unkompliziert berichtigt werden.

Könnte dann auch evtl. schnell zu einer Korrekturseite werden… ;-)

Quelle: Spiegel Online

 
von OJ am 14. Juli 2006 in Kategorie: Kurznachrichten [tags: none]