Archiv im Monat August 2006

Der Mann, der die Tagesthemen in den letzten 15 Jahren geprägt hat (und auch meine Zeit mit den Tagesthemen), moderiert gerade seine letzte Sendung. Die ARD lässt seine Stationen noch einmal Revue passieren. Auch multimediale Anwendungen kommen dabei zum Einsatz.
Sogar der amtierende Außenminister bedankt sich für Wickerts Tätigkeit und bedauert, dass er zu seinem Abschied den Konflikt mit dem Iran nicht lösen konnte.

Wir sind gespannt auf Tom Buhrow.

Eine geruhsame Nacht!

 
von OJ am 31. August 2006 in Kategorie: Kurznachrichten [tags: none]

Lautstarke Liebesspiele ihrer Kunden haben einer Bordellbetreiberin in Kiel einen Strafprozess eingebrockt. Die Frau muss sich in einer Woche wegen jugendgefährdender Prostitution beim Amtsgericht verantworten, teilte ein Staatsanwalt mit. Laut Anklage betrieb sie ihr Etablissement in einem hellhörigen Mietshaus. Dort hätten zwei sechs und 14 Jahre alte Nachbarskinder den Bordellbetrieb “in einer Weise mitbekommen, die zumindest geeignet gewesen sein soll, die Entwicklung der Kinder nachhaltig zu beeinträchtigen”, hieß es.

Die WELT berichtet.

 
von OJ am 30. August 2006 in Kategorie: Kurznachrichten [tags: none]

Für den Durchgang des Hamburger Examens, zu dem sich knapp 600 Studenten gemeldet haben, werden die Bibliotheksplätze knapp. Die Hamburger Morgenpost berichtet:

Nach und nach kommen Kommilitonen angetrottet. Es ist 3.45 Uhr, die Stadt schläft noch. Die Jurastudenten nicht. Sie stehen für einen der begehrten Lernplätze in der Bibliothek Schlange.

Über das ganze Ausmaß des Chaos berichtet die MoPo. Und auch im Internet-Forum der Hamburger Jurastudenten schlagen die Gemüter hoch.

 
von OJ am 30. August 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Studium [tags: none]

Im Fall der streng-christlichen Familie, deren Vater in Erzwingungshaft saß, weil er seine schulpflichtigen Kinder nicht zur Schule schickte, kommt Bewegung. Eine lang andauernde Debatte scheint demnächst von der Bildfläche zu verschwinden. Die Familie ist angeblich heute mit einem Wohnwagen Richtung Österreich geflüchtet, wo liberalere Regelungen bezüglich der Schulpflicht gelten. “Homeschooling” ist dort auf Antrag legal (der Antrag kann allerdings auch abgelehnt werden - nach Auskunft der Hamburger Morgenpost ist dies im Jahr 2005 häufiger geschehen). Damit umgehen die Eltern einen drohenden Entzug des Sorgerechts für ihre sechs Kinder.

Wie die WELT zu berichten weiß, gehört die Familie zu einem Netzwerk, das von den USA gesteuert, die weltweite Verbreitung der Glaubensbewegung Homeschooling betreibt. Der von der Anwältin der Familie im Jahr 2000 gegründete Verein “Schulunterricht zu Hause” (Schuzh) ist eine Art Auffangbecken verschiedenster religiöser Schulverweigerer aus ganz Deutschland. Finanziert wird er unter anderem durch Spenden, auch aus Amerika. Sektenbeauftragte beobachten die Bewegung inzwischen, weil religiös motiviertes Homeschooling bundesweit zunimmt. Das Hamburger Abendblatt hatte auch von Kontakten zur Partei Bibeltreuer Christen berichtet.

Das Schönste steht aber noch mal in der WELT: angeblich hat die Familie einen Exklusivvertrag mit dem Fernsehsender RTL und tritt demnächst bei “Stern.TV” zum Thema Homeschooling auf. Also wird hier demnächst kräftig abkassiert. Dafür fehlt in Zukunft allerdings das Kindergeld - denn dies wird im Ausland nicht gezahlt. Bitter für die Familie, die fast ausschließlich vom Kindergeld lebt (Quelle: MoPo).

Die Welt ist schon grausam. Da müssen die Kinder natürlich von den negativen Einflüssen anderer Mitschüler geschützt werden. Eine derartige Ausgrenzung der Kinder durch die Eltern ist unverantwortlich. Ungeachtet der “Flucht” gehen die Prozesse vor den Hamburger Gerichten jedoch weiter (taz Hamburg).

Vielen Dank an bono für den Hinweis, auch auf den Artikel von Spiegel Online.

 
von OJ am 28. August 2006 in Kategorie: Hamburgensien, (Rechts-)Politik [tags: none]

Finden Sie, dass demokratisch gewählte Politiker das Recht haben sollten Andersdenkende aus der Stadt zu jagen?

Jetzt an der Umfrage teilnehmen bei der CSU, Ortsverband Nabburg.

 
von OJ am 27. August 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Die Schulbehörde will dem Ehepaar R., das seinen drei Töchtern aus religiösen Gründen den Schulbesuch verweigert, das Sorgerecht entziehen lassen. Die schulpflichtigen Mädchen waren auch gestern nicht zum Unterricht erschienen, bestätigte Behördensprecher Alexander Luckow. Luckow zufolge wurde noch gestern beim zuständigen Familiengericht der Antrag auf Einsetzung eines Vormunds gestellt, “der dafür sorgt, dass die Kinder zu Schule gehen”. Wie lange das dauern werde, sei nicht abzusehen, das Verfahren sei aber eilbedürftig. Einem früheren Antrag hatte das Gericht nicht zugestimmt.

Erst gestern war der Vater aus der Haft frei gekommen (wir berichteten).

Quelle: taz Hamburg 

 
von OJ am 26. August 2006 in Kategorie: Hamburgensien, (Rechts-)Politik [tags: none]

Über die zu erwartenden Korrekturzeiten im Hamburger Examen des kommenden Durchgangs haben wir bereits berichtet. Nun scheint sich etwas zu bewegen:

Die Justizbehörde betont, dass in Einzelfällen ein Jahr zwischen der Anmeldung zur Prüfung und der Bekanntgabe des Ergebnisses liegen könnte. Die Verzögerung betrage demnach lediglich drei Monate. Justizsprecher Carsten Grote: “Wir werden alles dafür tun, die Verzögerungen so moderat wie möglich zu halten. Da werden wir zügig und unbürokratisch handeln. So werden wir alle Richter und Staatsanwälte anschreiben und sie fragen, ob sie als Prüfer aushelfen wollen.”

Wir werden ganz genau beobachten, wie viele zusätzliche Prüfer sich da wirklich freiwillig melden.

Quelle: WELT

 
von OJ am 26. August 2006 in Kategorie: Hamburgensien, Hochschulrecht/-politik, Studium [tags: none]

Der arme Betreiber vom Parteibuch hat schon wieder “Fanpost” bekommen, diesmal von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Sigmar Gabriel stört sich an der wohl satirisch gemeinten Bildunterschrift eines Bildes von sich, dass irgendjemand aus dem Artikel des Baseblogs “Fat Siggy-Bald weg?” (http://www.deutsch.baseface.com/?p=20) kopiert, in das Parteibuch Wiki hochgeladen und in den Wiki-Artikel zu VW eingebunden hat. Keine Frage, jetzt, wo ich es weiß, habe ich das Bild von Sigmar Gabriel mit der häßlichen Bildunterschrift natürlich sofort aus dem Parteibuch-Artikel zu VW entfernt.

Nun wird Marcel Bartels aufgefordert, unter Vermeidung von 20.000 Euro Geldstrafe, nirgendwo mehr ein Foto von Sigmar Gabriel mit der Bildunterschrift “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz” zu veröffentlichen oder zu verbreiten.

Die ganze Geschichte (und Fotos der Abmahnung) gibt es in “Mein Parteibuch”.

 
von ML am 25. August 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Der selbsternannte König von Mallorca leistet mal wieder einen intellektuellen Offenbarungseid:

Seine Frau Ramona habe ihn von Menschen befreit, die ihn ausgenutzt und fast in den Ruin getrieben hätten. “Die Leute haben gedacht, der blöde Drews hat Geld, und die Frau kann nicht bis drei zählen. Aber sie kannten Ramona nicht. Sie hat sie alle zur Strecke gebracht.”

Die Frau kann also bis drei zählen. Er offensichtlich nicht.

Gefunden im Hamburger Abendblatt.

 
von OJ am 25. August 2006 in Kategorie: Humoriges [tags: none]

Mehrfach hatten wir über den “Vater in Haft” berichtet (zuletzt hier), der seine Kinder nicht in eine anerkannte Schule schicken wollte, sondern lieber zu Hause unterrichtet hat. Nun ist er (vorläufig) wieder auf freiem Fuß:

Nach einer Woche Erzwingungshaft ist der Hamburger Vater, der seinen Kindern den Schulbesuch verweigert, gestern Abend wieder freigekommen. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis hüllte sich der 43-Jährige zunächst in Schweigen. Für die weitere Entwicklung sei es entscheidend, wie sich der Mann jetzt verhalte, sagte ein Sprecher der Schulbehörde. Sollten die drei schulpflichtigen Töchter am Freitag nicht in der Schule erscheinen, werde die Behörde schnell reagieren. Bei einer weiteren Schulverweigerung drohe eine erneute Erzwingungshaft von bis zu sechs Wochen. Außerdem könnte die Schulbehörde eine Entziehung des Sorgerechts beantragen. Der Vater und seine Frau halten ihre Kinder aus religiöser Überzeugung von der Schule fern und unterrichten sie stattdessen zu Hause.

Jede Wette, dass er bald wieder “drin” ist.

Quelle: taz Hamburg, WELT online

 
von OJ am 25. August 2006 in Kategorie: Hamburgensien [tags: none]