Archiv im Monat Januar 2007

Nachdem wir schon vor kurzem begeistert von den Ratschlägen des Dr. Plate berichtet hatten, kommt nun die nächste traurige Jurastudenten-Wahrheit:

Man glaubt es kaum, aber bei mir liegen trotz diverser Hinweise, wann + wo die Ausgabe erfolgt, immer noch beinahe 50 (!!) nicht abgeholte Klausuren herum, teilweise mit recht netten Ergebnissen. […] Man kann sich auch vertreten lassen, wenn man keine Zeit hat oder, was ich ja nachvollziehen kann, sich aus Furcht vor einem unangenehmen Resultat nicht zu kommen traut. 4. Ich setze bald einen Preis für denjenigen aus, der mir erklären kann, warum man sich eigentlich der Qual einer Hausarbeit oder Klausur aussetzt, seine kostbare Lebenszeit darauf verwendet, Ängste durchsteht etc. etc. und dann das (oft ja durchaus erfolgreiche Produkt!) nicht abholt! Irgendwo stimmt da was nicht!

Womit er wohl unzweifelhaft Recht hat. Sehr lesenswerte Beiträge.

Danke an den Frittenverkäufer aus Hannover, der wohl unser Schwarzes Brett eher liest als wir ;-)

 
von OJ am 31. Januar 2007 in Kategorie: Hamburgensien, Studium [tags: none]

Der Wissenschaftsrat hat sich mit einem interessanten Modell nach vorne gewagt:

In der Etablierung von Professuren mit einem Tätigkeitsschwerpunkt in der Lehre sieht der Wissenschaftsrat einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser doppelten Herausforderung. Der Zugang zu diesen Professuren sollte vorzugsweise über den neuen, eigenständigen Qualifizierungsweg der Juniorprofessur mit Schwerpunkt Lehre führen. Deutschlandweit und auf mittlere Sicht sollen im Universitätsbereich etwa 20 Prozent der Professuren ein erhöhtes Lehrdeputat aufweisen.

Aus eigener Erfahrung sollte man über diese Vorschläge nachdenken. Gibt es doch schon heute Professoren mit forschendem oder lehrendem Neigungsschwerpunkt.
Die Pressemitteilung des Wissenschaftsrats dürfte in Kürze auf der Homepage verfügbar sein.

 
von OJ am 29. Januar 2007 in Kategorie: Hochschulrecht/-politik [tags: none]

Gegen hochrangige Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) wird wegen Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal durchsuchte einem Bericht des Kölner «Express» zufolge am Dienstag die Geschäftsräume der GEZ in Köln-Bocklemünd. Das berichtete das Blatt am Dienstag vorab unter Berufung auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Verkäufer einer Wuppertaler Computerfirma soll unter anderem den GEZ-Chef-Einkäufer mit Bordellbesuchen bestochen haben.

Offenbar hat man bei der GEZ von VW gelernt.

Gefunden bei PR-Inside.

 
von OJ am 24. Januar 2007 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Ungewöhnliche Wege schlägt das Oberlandesgericht Hamm ein und macht seinen Richtern ab sofort das Angebot der kollegialen Beratung (sog. Intervision) in Anspruch nehmen. Ziel sei es, Richtern ein Feedback zu ihrer Verhandlungsführung zu ermöglichen und sie auf diese Weise bei der Entwicklung ihres individuellen Verhandlungsstils zu unterstützen.

Das Blättern des Richters in einer Akte während eines Plädoyers könnte auf die Verfahrensbeteiligten wie Desinteresse wirken. Erst das Wissen um die Wirkung solcher eigenen Verhaltensweisen ermögliche deren Veränderung, heißt es in einer Mitteilung des OLG (gefunden bei Beck online).

Insgesamt stehen 35 Richter zur Verfügung, die ihre Kollegen auf deren Wunsch hin in einer Verhandlung besuchen und ihnen anschließend eine Rückmeldung zu ihrer Verhandlungsführung geben. Die Richter seien durch eine mehrtägige Weiterbildung auf ihre Intervisorentätigkeit vorbereitet worden. Das gesamte Projekt werde durch eine wissenschaftliche Evaluation begleitet.

 
von ML am 19. Januar 2007 in Kategorie: (Rechts-)Politik [tags: none]

Eine höchst sympathische Aktion, die sich da einige “Studenten” wieder ausgedacht haben:

Karlsruhe stören

Hauptsache Randale, wie mir scheint. Und die Gründe sind ja auch schön differenziert in Schlagworten angeführt.

 
von OJ am 15. Januar 2007 in Kategorie: Fundsachen, Hochschulrecht/-politik [tags: none]