Archiv im Monat Februar 2008

Soeben bei DWDL.de entdeckt:

(27.02.2008) Ginge es nach Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, müssten alle Zeitungen die Mohammed-Karikaturen, die schon vor zwei Jahren zu heftigen Protesten in der islamischen Welt geführt hatten, nachdrucken.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat die europäischen Zeitungen aufgefordert, dem Beispiel dänischer Blätter zu folgen und geschlossen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen abzudrucken.

Im “Zeitmagazin Leben” sagte Schäuble, er habe Respekt davor, dass die dänischen Zeitungen die Karikaturen erneut abgedruckt hätten, “nach dem Mottto: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren”. Schäuble weiter: “Eigentlich müssten jetzt alle europäischen Zeitungen diese Karikaturen abdrucken, und zwar mit der Erklärung: Wir finden sie auch miserabel, aber die Inanspruchnahme von Pressefreiheit ist kein Grund, Gewalt zu üben.”

Große dänische Zeitungen hatten Mitte Februar die umstrittene Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban erneut veröffentlicht, nachdem Mordpläne gegen den Zeichner aufgedeckt worden waren. Wie schon zwei Jahre zuvor bei der ersten Veröffentlichung rief das heftige Proteste in der islamischen Welt hervor.

Da macht sich der Herr Schäuble aber bestimmt wieder Freunde. Fraglich bleibt, ob diese Aktion sinnvoll ist.

 
von MI am 28. Februar 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Hierauf machte mich ein Kollege aufmerksam, Quelle ist die Polizeipresse:

Die etwas andere Anzeige - Seligenstadt

(hf) Eine Anzeige, die den Schutzleuten ein Schmunzeln ins Gesicht trieb, erreichte am Wochenende die Polizeistation in Seligenstadt per “Online-Wache”. Ein 29-Jähriger schilderte, was ihm am Rosenmontag, vermutlich zwischen 2 und 4 Uhr, widerfuhr. Mit seiner Zustimmung erlauben wir uns, seine trefflich formulierte Sachverhaltsschilderung hier wiederzugeben:
“Sehr geehrte Damen und Herren, auf dem Heimweg in der Nacht von Sonntag auf Montag von der Fastnachtsfeier im Riesen / Seligenstadt wurde es einem beschwipsten Elfen wohl zu anstrengend, nach Hause zu laufen. Er setzte sich hin und nickte wohl ein (oder schlief er im Gehen ein?). Als er wieder zu sich kam setzte er nach einer kurzen Orientierungsphase seinen Heimweg fort. An der Haustüre bemerkte er, dass sein Schwert (eine lackierte Polsterwaffe aus Latex - Wert 70 Euro) ihm abhanden gekommen war. Als er sich am Kopf kratzte, bemerkte er auch den Verlust seiner Elfenohren (Wert 12 Euro). Da die Ohren mit sehr viel Mastix (ein sehr starker Hautkleber) befestigt waren und so fast unmöglich abgefallen sein konnten, ging er davon aus, dass ein Reisender ihn wohl schlafend am Straßenrand bemerkt hatte, sein Schwert stahl und ihm die Ohren als “Trophäe” abschnitt.
Dies oben ist meine Geschichte. Wegen des etwas überhöhten Alkoholkonsums sind wohlgemerkt meine Erinnerungen sehr getrübt und daher die genaue Tatzeit und der Tatort eher unbekannt. Auch besteht die (wenn auch sehr geringe) Möglichkeit, dass ich diese Sachen einfach verloren habe.
Es wäre sehr nett, wenn Sie eine kleine, lustig geschriebene Meldung in der Presse veröffentlichen könnten. Vielleicht kriegt der Dieb ein schlechtes Gewissen oder der Finder meiner Sachen meldet sich bei Ihnen.
Für Ihre Mühe danke ich Ihnen schon mal im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen Anzeigeerstatter”

Die Polizei nimmt diese lustig anmutende Geschichte ernst und erhofft sich unter der Rufnummer 06182/89300 Hinweise zum den Verbleib des Schwertes und der Elfenohren.

Ich möchte in diesem Zuge einen guten Freund von mir zitieren: “Elfern taugen halt nix…”

 
von MI am 14. Februar 2008 in Kategorie: Humoriges [tags: none]

Guantanámo? Lange ist es still gewesen, nun kommt laut Beck wieder Bewegung in die Sache:

In Guantánamo Bay wird voraussichtlich der «Prozess des Jahrhunderts» stattfinden. Bekommt das Pentagon seinen Willen, werden gleich sechs der mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Anschläge vom 11. September 2001 zusammen vor Gericht gestellt. Und wie es aussieht, ist ihnen bei einem Schuldspruch die Todesstrafe sicher. «Wenn es einen Fall gibt, der diese Strafe rechtfertigt, dann dieser», brachte ein Ministeriumsbeamter die Sache am 11.02.2008 auf den Punkt. Auch überzeugte Gegner des so genannten Capital Punishment (Todesstrafe) räumen ein, dass es angesichts des Ausmaßes der Terroranschläge «so schwer sein wird wie selten zuvor, gegen die Todesstrafe zu argumentieren», wie es ein Vertreter der Gruppe «Death Penalty Focus» formulierte.

Gut, es gibt noch kleinere Ungereimtheiten, wie die Frage, ob die unter Folter erhaltenen Geständnisse verwertet werden dürfen oder dass die Angeklagten noch keinen Verteidiger haben, aber ansonsten sind es nahezu rechtsstaatsähnliche Zustände…

 
von MI am 13. Februar 2008 in Kategorie: (Rechts-)Politik [tags: none]

Wie der Personalrat für Referendare mitteilt, hat die Hamburgische Bürgerschaft als letztes der drei GPA-Bundesländer (Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen) der Einführung des Verbesserungsversuchs für das zweite Staatsexamen zugestimmt.

Damit können nun alle Referendare des GPA, die ab dem 1. Oktober 2007 ihre erstmalige schriftliche Prüfung abgelegt und die gesamte Prüfung bestanden haben, einen Verbesserungsversuch beantragen. Der Antrag muss spätestens vier Monate nach dem mündlichen Prüfungstermin schriftlich an das GPA gerichtet werden.

Über den genauen Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung (mit Hinterlegung der Ratifizierungsurkunden aller GPA-Länder bei der Hamburgischen Senatskanzlei) und über die genaue Höhe der zu entrichtenden Gebühr (im Gespräch sind derzeit ca. 500 bis 600 Euro) werden wir Euch umgehend benachrichtigen.

Gefunden auf der Homepage des Personalrats. Dort ist auch der komplette Wortlaut des beschlossenen Gesetzes zu finden.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, (Rechts-)Politik, Studium [tags: none]

Der Personalrat für Referendare in Hamburg hat seit Kurzem eine eigene Homepage.

Darauf finden sich stets aktuelle News rund um das Referendariat in Hamburg. Weiterhin werden Leitfäden und Examensfahrpläne sowie das komplette Kursangebot der Personalstelle für Referendare und eine umfangreiche FAQ-Liste angeboten.

Ein wirklich gelungenes Angebot für das Referendariat in Hamburg.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Referendariat [tags: none]

Manchmal glaube ich, dass wir im Norden die einzigen sind, die noch richtig arbeiten! Folgender Beitrag stammt aus dem Nachrichtenticker bei Beck-online:

Liebe Leserinnen und Leser,

traditionellerweise bleibt der Verlag C. H. Beck in München am Faschingsdienstag geschlossen, so dass wir Ihnen leider heute keine aktuellen Nachrichten liefern. Am Aschermittwoch erhalten Sie aber wie gewohnt wieder aktuelle Meldungen zu Rechtsprechung und Gesetzgebung.

Ihre beck-aktuell-Redaktion

No comment!

 
von MI am 5. Februar 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]