Archiv vom 10. April 2008

Völlig verwirrt würde ein jeder antworten: Natürlich!

So ist es mit der Internationalisierung - sie richtet eine Menge an. Wie unter anderem Bild.de berichtet, wurde es Eltern in Husum verboten, ihre Tochter Ida zu nennen.

Wir halten uns an das internationale Handbuch der Vornamen“, erklärt Bürgermeister Rainer Maaß (54). „Das Geschlecht muss aus dem Vornamen klar hervorgehen. Wird ein weiblicher Name in anderen Sprachräumen als männlicher verwendet, müssen die Eltern sich eine Alternative überlegen.“ (…) „Die Beamten sagten, wir müssten noch einen zweiten Namen angeben. Das wollten wir aber nicht, weil unser Nachname ja schon ein Doppelname ist.“

Na hoppla, Ida ist nicht eindeutig? Nein, denn wenn man nach dem internationalen Handbuch für Vornamen geht, dann sind auch “Klassiker” wie Andrea, Christin, Ida, Maria oder Nicola nicht zulässig. Erlaubt wären allerdings ohne Probleme Caitlin, Lielle, Mohls, Sharan oder Quentin - ob man seine Kinder damit doch eher bestraft, sei mal dahingestellt.

Eine Hitliste der dämlichsten originellsten Namen hat der sh:z aufgestellt und startet eine Umfrage nach dem absurdesten (bereits genehmigten) Vornamen - hier meine persönlichen Top 3:

  • Blue (wie der “wilde Kerl” Jimi Blue Ochsenknecht)
  • Trixibelle (Fifi Trixibelle heißt die Tochter des Sängers Bob Geldorf)
  • Emilie-Extra (das OLG Schleswig hat diesen Namen für ein Mädchen 2003 genehmigt)

Bei soviel Kreativität frage ich mich, wie diese Kinder später ihren Namen in der Waldorfschule tanzen werden…

 
von MI am 10. April 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]