Der arme Betreiber vom Parteibuch hat schon wieder “Fanpost” bekommen, diesmal von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Sigmar Gabriel stört sich an der wohl satirisch gemeinten Bildunterschrift eines Bildes von sich, dass irgendjemand aus dem Artikel des Baseblogs “Fat Siggy-Bald weg?” (http://www.deutsch.baseface.com/?p=20) kopiert, in das Parteibuch Wiki hochgeladen und in den Wiki-Artikel zu VW eingebunden hat. Keine Frage, jetzt, wo ich es weiß, habe ich das Bild von Sigmar Gabriel mit der häßlichen Bildunterschrift natürlich sofort aus dem Parteibuch-Artikel zu VW entfernt.

Nun wird Marcel Bartels aufgefordert, unter Vermeidung von 20.000 Euro Geldstrafe, nirgendwo mehr ein Foto von Sigmar Gabriel mit der Bildunterschrift “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz” zu veröffentlichen oder zu verbreiten.

Die ganze Geschichte (und Fotos der Abmahnung) gibt es in “Mein Parteibuch”.

 
von ML am 25. August 2006 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]
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Bisher 5 Kommentare zum Artikel

  1. Kommentar von Androsch

    Sehr geehrter Herr Bundesumweltminister Gabriel,

    bitte ziehen Sie Ihre Abmahnung und Ihre Klage gegen Herrn Marcel Bartels zurück.

    Die Bildunterschrift “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz” unter Ihrem Foto mag schmerzhaft für Sie sein, angesichts Ihres langjährigen politischen Engagements und der Einschränkungen, die damit verbunden sind, dass Sie in der Öffentlichkeit stehen.

    Ich muss aber sagen dass ich als Bürger über diesen Satz herzhaft gelacht habe. Ich empfand diesen Satz unter Ihrem Foto angesichts des VW-Skandals und Ihrer früheren Ämter als niedersächsischer Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat als durchaus gelungene Satire, die Ihre angebliche oder tatsächliche Ahnungslosigkeit gut parodiert.

    Ich weiß nicht, ob Sie diesen Witz verstehen, aber ich bin sicher, dass Ihre ehemaligen Wähler ihn sehr gut verstehen.

    Wie wir auch in Berlin schmerzhaft erleben mussten, gehen Politik und Wirtschaft überhaupt nicht gut zusammen. Politiker sind damit überfordert, Wirtschaftsunternehmen zu leiten, womöglich noch neben Ihren anderen Ämtern, zumal die parlamentarische Kontrolle meistens sehr lückenhaft ist. Umso bedauerlicher ist es, dass es das Land Niedersachsen immer noch nicht geschafft hat, sich von seinen VW-Anteilen zu trennen.

    Inwieweit sie tatsächlich in den VW-Skandal verwickelt sind, kann und will ich gar nicht beurteilen und ich hätte den Witz sicher schnell wieder vergessen, wenn Sie nicht gegen Herrn Bartels juristisch vorgegangen wären.

    Möglicherweise sind ja Ihre Mitarbeiter und Anwälte aktiv geworden, ohne dass Sie selbst im Detail informiert waren. Für den Fall, dass Sie das satirisch ergänzte Foto selbst gar nicht kennen, nachdem Herr Bartels es unverzüglich von seiner Website gelöscht hatte, hier ein Link zu einer anderen Seite wo es noch steht: [Link zu dem Bild “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz!” im Baseblog aus juristischen Gründen von der Website entfernt]

    Als Bürger eines demokratischen Landes kann und will ich nicht hinnehmen, dass Sie versuchen, eine gelungene Satire und damit die Kunst und die Meinungsfreiheit durch juristisches Mobbing zu unterdrücken. Ich möchte Sie deshalb auffordern Ihre Abmahnung und Ihre Klage gegen Herrn Marcel Bartels unverzüglich zurückzuziehen.

    Andernfalls werde ich Sie nachhaltig und öffentlich dazu auffordern, von allen Ihren politischen Ämtern zurückzutreten, weil Ihr Verhalten nicht eines demokratischen Volksvertreters würdig ist.

    Das Volk lässt sich nicht das Maul verbieten!

  2. Kommentar von Androsch

    Beleidigte Leberwürste sollten sich nicht für den Beruf des Politikers entscheiden. Und wenn sie es doch getan haben, sollte man sie darauf aufmerksam machen, dass sie den falschen Beruf gewählt haben.

    Womit ich nicht sagen will, dass Sigmar Gabriel eine beleidigte Leberwurst ist. Wahrscheinlich weiß er ja gar nicht, was seine Anwählte in seinem Namen anrichten, genausowenig wie er wusste, was bei VW vorging.

    Die Bildunterschrift „Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz“ ist angesichts des VW-Skandals ein durchaus passender Witz, der die angebliche oder tatsächliche Ahnungslosigkeit von Herrn Gabriel gut parodiert: Dieser Satz könnte doch von jemandem stammen, dem etwas entgangen ist.

    Ich weiß nicht, ob Herr Gabriel das versteht, aber ich bin sicher, dass seine ehemaligen Wähler das sehr gut verstehen.

    Das zugehörige Bild kann ich nicht beurteilen, weil ich es nicht gesehen habe.

    Dass Herr Gabriel mit Anwälten reagiert, zeigt seine Humorlosigkeit. Und von humorlosen Politikern, die dem Volk das Maul verbieten, halte ich überhaupt nichts. Ich hoffe, dass sich für Herrn Gabriel ein besserer Nachfolger finden wird.

    Ich wünsche mir, dass Herr Gabriel von allen Posten zurücktritt und ich würde mich freuen, wenn das Land Niedersachsen endlich seine VW-Anteile verkaufen würde.

    Wie wir auch in Berlin schmerzhaft erleben mussten, gehen Politik und Wirtschaft überhaupt nicht gut zusammen. Und die schlimmste Misswirtschaft herrscht in privaten Unternehmen, die ganz oder teilweise dem Staat gehören (womit ich nicht VW meine). Diese geraten den Parlamenten leicht aus den Augen und sind dann unfähigen Politikern (womit ich nicht Herrn Gabriel meine) und deren Freunden ausgeliefert: Keiner führt ordentlich aufsicht, geschweige denn, dass sich jemand verantwortlich fühlen würde oder später zur Verantwortung gezogen werden könnte. Sicher ist nur, dass wir Steuerzahler am Ende für die Misere aufkommen müssen.

    Also Tschüss Herr Gabriel!

  3. Kommentar von OJ

    Herr Gabriel war doch (auf dem Abstellgleis) Pop-Beauftragter der SPD, oder? :D

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