Wie der Personalrat für Referendare mitteilt, hat die Hamburgische Bürgerschaft als letztes der drei GPA-Bundesländer (Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen) der Einführung des Verbesserungsversuchs für das zweite Staatsexamen zugestimmt.

Damit können nun alle Referendare des GPA, die ab dem 1. Oktober 2007 ihre erstmalige schriftliche Prüfung abgelegt und die gesamte Prüfung bestanden haben, einen Verbesserungsversuch beantragen. Der Antrag muss spätestens vier Monate nach dem mündlichen Prüfungstermin schriftlich an das GPA gerichtet werden.

Über den genauen Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Regelung (mit Hinterlegung der Ratifizierungsurkunden aller GPA-Länder bei der Hamburgischen Senatskanzlei) und über die genaue Höhe der zu entrichtenden Gebühr (im Gespräch sind derzeit ca. 500 bis 600 Euro) werden wir Euch umgehend benachrichtigen.

Gefunden auf der Homepage des Personalrats. Dort ist auch der komplette Wortlaut des beschlossenen Gesetzes zu finden.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, (Rechts-)Politik, Studium [tags: none]

Der Personalrat für Referendare in Hamburg hat seit Kurzem eine eigene Homepage.

Darauf finden sich stets aktuelle News rund um das Referendariat in Hamburg. Weiterhin werden Leitfäden und Examensfahrpläne sowie das komplette Kursangebot der Personalstelle für Referendare und eine umfangreiche FAQ-Liste angeboten.

Ein wirklich gelungenes Angebot für das Referendariat in Hamburg.

 
von OJ am 11. Februar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Referendariat [tags: none]

Manchmal glaube ich, dass wir im Norden die einzigen sind, die noch richtig arbeiten! Folgender Beitrag stammt aus dem Nachrichtenticker bei Beck-online:

Liebe Leserinnen und Leser,

traditionellerweise bleibt der Verlag C. H. Beck in München am Faschingsdienstag geschlossen, so dass wir Ihnen leider heute keine aktuellen Nachrichten liefern. Am Aschermittwoch erhalten Sie aber wie gewohnt wieder aktuelle Meldungen zu Rechtsprechung und Gesetzgebung.

Ihre beck-aktuell-Redaktion

No comment!

 
von MI am 5. Februar 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]
Liebe Zuschauer, ich möchte die Zeit jetzt mal nutzen, um etwas loszuwerden. Ich habe vorhin etwas fallen lassen, was so überhaupt nicht gedacht war. Ich möchte mich ausdrücklich dafür entschuldigen. Das ist ne Live-Moderation. Das hat sich wirklich blöderweise da eingeschlichen. Ich möchte davon Abstand nehmen - wirklich: Abstand nehmen - und ich möchte mich von allem einfach distanzieren, was damit in Verbindung steht und mich nochmal ausdrücklich dafür entschuldigen. Das tut mir wirklich wahnsinnig leid und da kann ich wieder nur sagen, das sind diese Live-Momente, diese spontanen, wo irgendetwas einfach rausflutscht, was man irgendwo mal aufgeschnappt hat, was einfach ein Fehler war. Entschuldigung.

Nanu, was ist denn da passiert? Tja, wie die Kollegen von DWDL.de berichten, hat sich die Moderatorin der CallIn-Show “NightLoft” auf Pro7 ein wenig im Ton vergriffen. Was sie sagte? Nun, folgendes warf sie einem Anrufer an den Kopf, der wohl ein wenig lustlos daherrhabarberte:

Ja aber komm, da musst Du ein bisschen enthusiastisch und… yeah arbeiten… Arbeit macht frei

Ungeschickt, liebe Frau Ziegler, äußerst ungeschickt - dafür sitzen Sie nun auf der Ersatzbank und dürfen vorerst unbefristet keine 9Live-Sendung mehr moderieren. Fühlten Sie sich eigentlich frei, wenn Sie nach einer langen Nacht im TV-Kasten nach Hause gingen? Können Sie jetzt ja mal gut drüber nachdenken…

 
von MI am 30. Januar 2008 in Kategorie: Humoriges [tags: none]

Der beck-blog (die Experten!) berichtet heute über den Europäischen Datenschutztag in Nürnberg. Dort soll auch die Problematik mit Bewertungsseiten im Internet erörtert werden, wie es sie beispielsweise mit spickmich.de und meinprof.de mittlerweile zahlreich gibt.

In diesem Zusammenhang wird auch auf das Problem hingewiesen, dass es demnächst solche Bewertungsportale auch für Richter geben könnte:

Und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es auch Internet-Beurteilungen für eine weitere Berufsgruppe geben wird, die sprichwörtlich über andere urteilt: Die Richter. Es dürfte einen großen Interessentenkreis für Informationen z.B. dazu geben, an welchen Entscheidungen ein Richter mitgewirkt hat und wie er die Verfahren führt.

Wirklich Zukunftsmusik? Sollte es demnächst wirklich Ranking-Seiten für Richter geben? Nein, falsch - denn es gibt sie längst. Hier eine kleine Kostprobe:

http://www.richterdatenbank.net/richterdatenbank/Richter/

 
von ML am 28. Januar 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Wie Beck aktuell berichtet, war unser Innenminister Wolfgang Schäuble (übrigens studierter und promovierter Jurist) über folgende Aussage von Hans-Jürgen Papier, seines Zeichens Präsident des Bundesverfassungsgerichts nicht wirklich begeistert:

Die Menschenwürde-Garantie könne selbst durch eine Verfassungsänderung nicht eingeschränkt werden.

Man ahnt schon, worum es hier geht: Das vieldiskutierte Luftsicherheitsgesetz, dass es dem Innenminister ermöglichen soll, Flugzeuge die von Terroristen als Waffe genutzt werden, abzuschießen um Unschuldige zu retten.
Unser Dr. Jur. Wolfgang Schäuble hat nun darauf folgendes geantwortet:

Ich verstehe, dass manche Verfassungsrichter gerne Ratschläge geben würden. Dazu sind sie aber nicht demokratisch legitimiert. (…) Alle grundrechtlich geschützten Bereiche enden irgendwo. Wo diese Grenzen sind, wie man die gegensätzlichen Interessen abgrenzt, ist Sache des Gesetzgebers.

Puh, Herr Innenminister… Kaum ein Jurist mag das Fachgebiet Staatsorganisationsrecht während seiner Studienzeit, aber verstehen, um was es dabei geht, dass sollte man doch schon. Zum Mitschreiben:

Das BVerfG ist (unter anderem) dazu da, die Gesetzentwürfe der Bundesregierung auf ihre Verfassungskonformität zu überprüfen. Verstoßen diese gegen das Grundgesetz, werden sie für nichtig erklärt. Also, wer bestimmt nun die Grenzen der grundrechtlich geschützten Bereiche?

 
von MI am 22. Januar 2008 in Kategorie: (Rechts-)Politik [tags: none]

Prof. Bork, Prodekan an der Fakultät für Rechtswissenschaft, zur Neuregelung des Freischusses nach 9 Semestern:

„Hamburg wird wieder einmal zum Billiglohnland für die Juristenausbildung und die ganze Aktion dient nur dazu, dem gewerblichen Repetitor die erforderlichen Freiräume zu verschaffen.“

In Berlin (das übrigens schon lange vor Hamburg zum “Billiglohnland” geworden ist) wird man das Zitat mit einem lachenden Auge sehen. ;-)

 
von OJ am 21. Januar 2008 in Kategorie: Hamburgensien, Studium [tags: none]

Eben in der Pro7 Newstime; Thema war der nicht mehr wirklich existente Winterschlussverkauf. Folgende Vorsichtswarnung wurde ausgegeben:

Ein Recht auf Umtausch der reduzierten Ware besteht nicht - der Kunde muss sich auf die Kulanz des Verkäufers verlassen.

Für die Juristen unter uns: Da sagen wir mal nix weiter zu!
Für die anderen: Lasst euch nichts erzählen - wenn die Ware Mängel hat, dann kann man sie natürlich umtauschen. Das hat auch gar nichts mit der Kulanz zu tun.

Fernsehen macht halt dumm…

 
von MI am 21. Januar 2008 in Kategorie: Fundsachen [tags: none]

Es reißt nicht ab, und wieder ist es Beck aktuell, die es berichten:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei aufgefordert, das Eigentumsrecht der griechisch-stämmigen Bevölkerung Zyperns im türkischen Norden der Mittelmeerinsel umgehend zu achten. Seit der Besetzung Nordzyperns vor 31 Jahren durch die Türkei hätten griechische Zyprer keinen Zugang mehr zu ihrem Grundbesitz im Nordteil der Insel. Damit verstoße Ankara gegen die Europäische Menschenrechtskonvention.

Ich frage mich langsam, warum das so geballt kommt - gliedern die die Klagen nach Ländern?

 
von MI am 12. Januar 2008 in Kategorie: Rechtsprechung [tags: none]

Über die Folterurteile haben wir bereits berichtet.

Nun hat der EGMR ein zweites Urteil gefällt, in dem es nicht um Folter, aber um grobe Versäumnisse des Staates beziehungsweise der Regierung geht:

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen des Verschwindens von 18 Menschen bei türkischen Militäroperationen im Nordteil Zyperns verurteilt (Az.: 16064/90). Die Zyprer waren bei Militäraktionen im Juli und August 1974 verschwunden, als es zur Spaltung der Mittelmeerinsel in einen griechischen und einen türkischen Teil kam. Geklagt hatten Angehörige der Opfer, wie der Gerichtshof am 10.01.2008 in Straßburg mitteilte. Die «Türkische Republik Nordzypern» wird nur von der Türkei als Staat anerkannt.

Quelle: Beck aktuell

 
von MI am 12. Januar 2008 in Kategorie: Rechtsprechung [tags: none]
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