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Am Leben vorbei studiert...
06.01.2007, 00:58
Beitrag: #61
RE: Am Leben vorbei studiert...
Hm, also ich mache nächstes Semester meinen Magister im Bereich Medienrecht. Mir hat das Studium nie wirklich Spaß gemacht, aber trotzdem kann man es mit Disziplin und Durchhaltevermögen durchziehen. Ich könnte mir vorstellen vielleicht später bei einem Verlag, Radiosender etc. zu arbeiten. Ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass ich mich in eine andere Richtung weiterbilde.
Bei Jura ist halt alles langweilig. Und warum? Weil man nicht darüber nachdenkt warum Dinge sind wie sie sind oder ob es gut ist, wie Dinge sind. Man lernt einfach nur, wie die Ansichten über bestimmte Dinge sind. Ist doch echt hirntot! *g*
Hätte ich jetzt nochmal die Wahl( ich habe sie wirklich nicht. Bin im 9. SemesterWink) würde ich glaube ich Soziologie oder BWL studieren.
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06.01.2007, 01:07
Beitrag: #62
RE: Am Leben vorbei studiert...
Zitat:Ich danke euch für eure ausführliche und geduldige Hilfe, Jungs. Leider ist mir nicht zu helfen, befürchte ich. Die Mischung aus fehlender Alternative und dem völlig irrationalen Glaube an das gute Ende gibt die Richtung vor. Irgendwie werde ich mich durchquälen, in knapp einem Jahr mit der Examensvorbereitung beginnen und dann zu Gott beten, dass es hinhaut. Vermutlich muss ich fürchterlich auf die Schnauze fallen, bis ich meinen Arsch hochkriege. Soll vorkommen.

Wie gesagt ... nix für Ungut und vielen Dank.

Nichts zu danken Döner, mir gehts ja ähnlich, nur nicht ganz so schlimm wie dir... [13] Dann wünsche ich dir dennoch alles Gute auf deinem Weg, möge er ausfallen wie er wolle!
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06.01.2007, 01:08
Beitrag: #63
RE: Am Leben vorbei studiert...
Zitat:Bei Jura ist halt alles langweilig. Und warum? Weil man nicht darüber nachdenkt warum Dinge sind wie sie sind oder ob es gut ist, wie Dinge sind. Man lernt einfach nur, wie die Ansichten über bestimmte Dinge sind. Ist doch echt hirntot! *g

Das unterschreibe ich jetzt mal [14] [28]
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06.01.2007, 02:09
Beitrag: #64
RE: Am Leben vorbei studiert...
@ special K: Internationale Organisationen/NGOs/Auswärtiges Amt/politische Entwicklungszusammenarbeit uä.

Ich weiß, dafür könnte ich auch Politolgie oä studieren, aber da würd ich mich auch nicht wohl fühlen. So "Laberfächer" sind nix für mich, ich brauch irgendwie was handfesteres, was logischeres. Und nebenbei kriegen die Völkerrechtler den Job, auch wenn die Politologen besser ausgebildet sind (da meine Schwester Politologie studiert hat, krieg ich das recht gut mit).
Ich merk auch, dass ich in Diskussionen in dem Themenbereich immer den juristischen Blickwinkel nehme, von daher scheint es gar nicht sooo falsch zu sein. Und die Jobs, die ich anstrebe, sind nunmal Verwaltungsjobs, daher ist Jura einfach ne gute Voraussetzung. Denke nicht, dass die Fähigkeit, die man haben muss, um juristische Klausuren zu bestehen, auch eine ist, die ich später brauchen werd. Das Wissen und die Denkweise, die ich während des Studiums erlerne, werd ich aber durchausbenutzen können.
Hab auch vor, meine Ausbildung mehr in allgemeinere Bahnen zu lenken, hab zB n LLM-Programm gefunden, dass Jura gut mit meinem Vorhaben verbindet.

Europa- und Völkerrecht">XVII.alt
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06.01.2007, 11:15
Beitrag: #65
RE: Am Leben vorbei studiert...
Zitat:Was interessiert dich denn überhaupt? Gar nichts?
Und aus reinem Interesse: Welche Vorstellung hast du denn von deiner zukünftigen beruflichen Tätigkeit? Was willst du denn konkret mit deinem Juraabschluss machen?

Oh, doch - es gibt tatsächlich Bereiche, die mich interessieren. Ich habe auch durchaus eine berufliche Perspektive vor Augen, die ich hier jetzt allerdings nicht weiter breit treten möchte - nur kommt mir kein Studiengang in den Sinn, der es wert wäre, nach fünf Semestern abzubrechen, um dieses Ziel besser zu erreichen.

Zitat:Nichts zu danken Döner, mir gehts ja ähnlich, nur nicht ganz so schlimm wie dir... [13] Dann wünsche ich dir dennoch alles Gute auf deinem Weg, möge er ausfallen wie er wolle!

Danke dir. Dir ebenfalls.

Ökonomische Analyse des Rechts">VI.neu
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06.01.2007, 11:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.01.2007 11:57 von special K.)
Beitrag: #66
RE: Am Leben vorbei studiert...
Zitat:Und warum? Weil man nicht darüber nachdenkt warum Dinge sind wie sie sind oder ob es gut ist, wie Dinge sind. Man lernt einfach nur, wie die Ansichten über bestimmte Dinge sind. Ist doch echt hirntot! *g*

Das fehlt mir bei Jura auch!! Das eigenständige nachdenken!! Ich habe das Gefühl, dass 80 bis 90% des gesamten Studiums im puren Auswendig lernen besteht. Und im Gegensatz zu dem was Dönertier meinte, fühle ich mich um ehrlich zu sein unterfordert! Nicht weil ich so ein Supergenie bin, sondern weil in diesem Studiengang kein Raum bleibt um sein Potenzial auszuschöpfen. Außer in einigen guten AGs oder während man eine Hausarbeit schreibt, gibt es nur wenig Möglichkeiten um eigenständig über die Dinge NACHzudenken, sich "die Welt" selbst zu erschließen, Wege und Lösungen selbst zu finden. Alles wird fast zu 100% vorgegeben: Die Lösungswege, die Argumente, die Ergebnisse! Und die 10% die man sich eigenständig erarbeiten könnte, kann man sich auch nur dann erschließen, wenn man zu dem jeweiligen Thema bereits eine Basis Wissen hat!! Also endet wieder alles im Auswendig lernen! Es ist ein Teufelskreislauf!

Was die Quantität des Stoffes angeht fühle ich mich zum Teil überfordert, weil es einfach viel ist und vor allem viel zum Auswendig lernen ist. Jura ist einfach sehr einseitig! Und was die Qualität und die Vielfältigkeit angeht, was mein Potenzial angeht, fühle ich mich leider total unterfordert! Ich habe sogar fast das Gefühl innerhalb der letzten 2 Jahre nachm Abi zu verdummen anstatt auf meinen Fähigkeiten aufzubauen! Traurig aber wahr.
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06.01.2007, 12:43
Beitrag: #67
RE: Am Leben vorbei studiert...
Zitat:Das fehlt mir bei Jura auch!! Das eigenständige nachdenken!! Ich habe das Gefühl, dass 80 bis 90% des gesamten Studiums im puren Auswendig lernen besteht.

Was die Quantität des Stoffes angeht fühle ich mich zum Teil überfordert, weil es einfach viel ist und vor allem viel zum Auswendig lernen ist. Jura ist einfach sehr einseitig! Und was die Qualität und die Vielfältigkeit angeht, was mein Potenzial angeht, fühle ich mich leider total unterfordert! Ich habe sogar fast das Gefühl innerhalb der letzten 2 Jahre nachm Abi zu verdummen anstatt auf meinen Fähigkeiten aufzubauen! Traurig aber wahr.

Eine Unterschrift vergebe ich noch, und die geht an special k [14] Kann mich dem vollständig anschließen und je mehr ich darüber lese, desto sicherer bin ich mir, die richtige Entscheidung getroffen zu haben (=abzubrechen).

@Döner: Ich danke dir auch für die guten Wünsche!
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06.01.2007, 16:31
Beitrag: #68
RE: Am Leben vorbei studiert...
Dass man nach dem Abi "verdummt" ist normal, da man nie wieder so breit gefaechertes und trotzdem tief gehendes Wissen beigebracht bekommt. Und einseitig ist Jura wirklich.
Aber dass man nicht gefordert wird und nicht selber denken darf, kann ich nich bestaetigen. Spaetestens ab der Examensvorbereitung merkst Du, dass Auswendiglernen absoluter Bloedsinn ist, weil man sich nicht mal annaehernd so viel merken kann. Da musst Du sehr wohl selber denken und Dir die Argumente selber ueberlegen. Auch wie der Fall selber geloest wird, geht viel zu selten nach Schema F.

Europa- und Völkerrecht">XVII.alt
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06.01.2007, 18:17
Beitrag: #69
RE: Am Leben vorbei studiert...
Aber Special K dürfte schon recht haben: Mit Wissenschaft hat Jura jedenfalls nahezu nichts zu tun. Natürlich denkt man sich die Argumente im Examen häufig aus, weil es gar nicht möglich, alles schon zu kennen. Aber das sind dann ja idR eher mehr oder weniger inhaltlich gehaltvolle, bei Juristen (auch in der Praxis) va am gewünschten Ergebnis orientierte Sprüche. Das einzig wissenschaftliche in meinem Studium war meine Examenshausrbeit und davon auch nicht mehr als die 10 %, die ich mir selbst ausdenken musste.

Sogar die meisten Diss. von Juristen sind idR absolut unwissenschaftlich und werden dem Anspruch, neue eigenständige Gedanken, die die Rechtswissenschaft voranbringen, nicht ansatzweise gerecht, vermutlich gerade weil Juristen sowas im Studium nicht lernen. Ganz anders übrigens in den anderen europ. Ländern. Bei uns ist das Studium eben immer noch sehr stark auf die preußische Staatstradition fixiert. Ich kann ´den Gedanken schon gut nachvollziehen.
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08.02.2018, 23:52
Beitrag: #70
RE: Am Leben vorbei studiert...
Hallo,
ich habe meinen Industriemeister-Mechatronik vor kurzem gemacht und kann nur sagen, dass sich die Ausbildung auf jeden Fall lohnt. Mit dem Studium hat es bei mir leider nicht so gut geklappt, aber ich bin glücklich darüber, dass ich die Ausbildung gemacht habe.
Nach der Ausbildung bekommt man natürlich eine Aufstiegsmöglichkeit, man kann danach Führungsverantwortung im Unternehmen übernehmen. Ich mache nun einen Job der mir Spaß macht und ich fühle mich gut, wenn ich morgens aufstehe und zur Arbeit gehe und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste.
Ich habe mich bei einer Bildungsakademie ausbilden lassen. Dort gibt es auch noch viele andere Ausbildungsmöglichkeiten. Wenn es mit dem Studium nicht klappt, bit es immer noch andere Möglichkeiten.
Beste Grüße
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