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Krankenversicherung
18.10.2008, 11:45
Beitrag: #1
Krankenversicherung
Die Frage ist glaub ich ein Klassiker, hm? Welche (gesetzliche) Krankenkasse versichert Promotionsstudenten günstig? Irgendwelche Tipps?
Hab gehört, es gäbe eine (im Namen kommt irgendwas mit "Hamburger" vor, glaub ich), die besonders günstig ist, kann mich aber weder an den vollen Namen erinnern, noch weiß ich, ob die privat oder gesetzlich ist.

Würd mich über hilfreiche Tipps sehr freuen [6]

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22.10.2008, 23:03 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.10.2008 23:07 von Baerchen.)
Beitrag: #2
RE: Krankenversicherung
Ich denke du meinst die Hamburg-Münchener Krankenkasse, das ist eine gesetzliche Kasse.

Letztlich sind die Kassen aber alle an das SGB V gebunden. Und da ist der Mindestbeitrag für die freiwillige Versicherung bei ca. 130,00€/Monat. Mit dem einheitlichen Kassenbeitrag ab 2009 egalisieren sich dann auch die geringen Unterschiede aufgrund der verschiedenen Beitragssätze.
Es gibt allerdings Kassen, die Promotionsstudenten die schnell studiert haben, und nicht anders Krankenversichert sind, bis zum weitergezählten 14. Fachsemester oder 30. Lebensjahr in der KVdS lassen. (Was allerdings laut eines BSG-Urteils nicht geht, und daher auch nicht mehr häufig vorkommen dürfte)

Ansonsten bleibt nur der Tipp: Heiraten, da gibt es dann wieder eine Familienversicherung.

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23.10.2008, 01:04 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.10.2008 01:05 von stipe.)
Beitrag: #3
RE: Krankenversicherung
Hey, danke für die Infos!

Das klingt ja nicht sehr vielversprechend... Immerhin könnt ich das mit den 14 Semestern versuchen, aber sehr weit komm ich damit auch nicht mehr [19]. Maaan, 130 € pro Monat, die bisher nicht anfielen, das ist schon ein ganz schöner Batzen. Werd mir auch die Hamburg-Münchener mal ansehen, von der haben mir mehrere Doktoranden erzählt.

Ja, heiraten. An mir solls nicht scheitern. Aber grad irgendwie unpraktisch, so als Single.

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23.10.2008, 09:29 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.10.2008 09:33 von Baerchen.)
Beitrag: #4
RE: Krankenversicherung
Was anderes. vielleicht solltest du dich auch mit einem Promotionsstipendium auseinandersetzen. Mit welchem Thema willst du denn promovieren?

Edit: Bin schon vergeben [7]

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23.10.2008, 10:08
Beitrag: #5
RE: Krankenversicherung
Bisher hab ich leider nix gefunden, wo ich Chancen auf ein Stipendium hätte. Werd im Völker- und Verfassungsrecht schreiben. Leider ist es auch schwierig, nen Nebenjob in diesen oder ähnlichen Gebieten zu finden, da immer nur Wirtschaftskanzleien wen suchen.

Ach, dumm, dann muss ich wohl weiter nach nem Mann suchen. Schade, es hätte so einfach sein können.

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23.10.2008, 13:06
Beitrag: #6
RE: Krankenversicherung
Zitat:Ach, dumm, dann muss ich wohl weiter nach nem Mann suchen. Schade, es hätte so einfach sein können.

Wer wird gleich sp pessimistisch seinSmile?

Freiwillig versichern muss Du Dich im Prinizp nur, wenn Du 30 oder drüber bist. Promotionsstudenten gelten im SGB V las ganz normale Studis. Die Fachsemesterzählung (max. 14) fängt auch wieder vorne an. Theoretisch kannst Du also 187 Studiengänge hintereinander studieren und bist immer noch für n paar € versichert (wenn Du das alles bis 30 fertig schaffst).

Wenn Du bisher in der ges. KV warst, musst Du also Deiner KV nur mitteilen, dass Du weiter studierst, Studienziel jetzt Promotion, 1. Fachsem., Bescheinigung schicken, Beiträge zahlen wie bisher. Wenn die noch mehr Papier wollen, am besten einfach mit dem Sachbearbeiter deiner KV klären.
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23.10.2008, 15:32
Beitrag: #7
RE: Krankenversicherung
Haha, ich seh schon, ich muss meine Grundeinstellung ändern :teach:.

Hmmm, also bis ich 30 bin, hab ich noch ein paar Jährchen Zeit. Krankenkassentechnisch herrscht bei mir grad Chaos, musste grad nen neuen Mitgliedschaftsantrag stellen, dh dass ich im Moment wohl gar nicht oder nur vorläufig versichert bin und vor allem noch keine Immatrikulationsbescheinigung fürs Promotionsstudium hab (muss erst das Exposé schreiben...).
Okay, also durch die 14-Semester- und 30-Jahre-Regelung könnte ich zumindest versuchen (Baerchen war da ja nicht so sicher), ob ich als Student durchgehe. Das ist doch schonmal was!

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23.10.2008, 18:14 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.10.2008 18:16 von Fabi75.)
Beitrag: #8
RE: Krankenversicherung
Komisch, meine Schwester durfte als Promotionsstudentin nicht mehr in die Krankenversicherung der Studenten. Diese endet mit Erreichen des "Studienziels" also dem ersten Staatsexamen bzw. Diplom. Da würde ich mich mal schlau machen, was die Krankenkasse dazu sagt.

Edit: Mal so in den Raum geworfen:

"Während eines Promotionsstudiums ist man nicht als ordentlicher Studierender im Sinne des Sozialversicherungsrechts anzusehen. Die Promotion kann zwar einer wissenschaftlichen Ausbildung im weiteren Sinn zugerechnet werden (BSG vom 29.09.1992 BSGE 71, 144, 146). Eine Promotion setzt aber gerade in aller Regel voraus, dass zumindest eine erste Staatsprüfung mit Erfolg abgelegt wurde. Damit ist das Ziel der Hochschulausbildung üblicherweise erreicht worden, weswegen diese als beendet anzusehen ist. (s. z.B. für die Promotion zum Dr. jur. nach dem ersten Staatsexamen Bayerisches Landessozialgericht, Urt. vom 22.02.2001, Az. L 4 KR 39/99)"

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23.10.2008, 18:31
Beitrag: #9
RE: Krankenversicherung
Dass man als Promotionsstudent nicht mehr als Student im sozialrechtlichen Sinne gilt, hab ich auch gehört bzw bei der Google-Suche gefunden...

Europa- und Völkerrecht">XVII.alt
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23.10.2008, 19:58
Beitrag: #10
RE: Krankenversicherung
Zitat:"Während eines Promotionsstudiums ist man nicht als ordentlicher Studierender im Sinne des Sozialversicherungsrechts anzusehen. Die Promotion kann zwar einer wissenschaftlichen Ausbildung im weiteren Sinn zugerechnet werden (BSG vom 29.09.1992 BSGE 71, 144, 146). Eine Promotion setzt aber gerade in aller Regel voraus, dass zumindest eine erste Staatsprüfung mit Erfolg abgelegt wurde. Damit ist das Ziel der Hochschulausbildung üblicherweise erreicht worden, weswegen diese als beendet anzusehen ist. (s. z.B. für die Promotion zum Dr. jur. nach dem ersten Staatsexamen Bayerisches Landessozialgericht, Urt. vom 22.02.2001, Az. L 4 KR 39/99)"

Da ist jemand fleissiger als ich, tolle Sache.

Das Paradoxon an der Stelle ist ganz einfach. Die Träger der Sozialversicherung (nicht nur die Krankenkassen) scheren sich häufig einen Dreck um das was Gerichte sagen, u.a. ist so auch die "Klageflut" im Hartz IV Bereich zu erklären. Das heisst also, wer als Promotionsstudent in der KVdS verbleiben kann hat schlicht Glück gehabt, einen Rechtsanspruch darauf gibt es allerdings auch nicht.

Ausserdem ist auch das Risiko einer Nachforderung von KV-Beiträgen natürlich immer im Raum.

Am Rande: Auch das Werkstudentenprivileg ist bei einer Promotion nicht anwendbar. Das bedeutet wenn du arbeitest und mindestens € 401 / Monat verdienst, bist du über den Arbeitgeber krankenversichert.

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