Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Maulkorb-Affäre
10.05.2007, 21:40
Beitrag: #1
Maulkorb-Affäre
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...-2,00.html


Heute soll es angeblich eine Demonstration gegeben haben. ICh wurde erst mit diesem Bericht darauf aufmerksam, leider viel zu spät.

Was haltet ihr davon? (Den Link dazu oben.)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
10.05.2007, 22:16 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.05.2007 22:27 von MisterX.)
Beitrag: #2
RE: Maulkorb-Affäre
Wobei man sagen muss, dass sich diese Demo (so habe ich es zumindest aus dem Bericht entnommen)nicht allein auf den sogenannten Maulkorberlass bezieht, sondern auf diese Dozentin...

Kurz meine bescheidene Meinung zum von Dir angesprochenen "Maulkorberlass": es ist natürlich, wie so vieles im Leben, ein zweischneidiges Schwert. Natürlich hat die Uni ein Interesse daran, dass man in gewissen Punkten nach außen einheitlich auftritt. Diese Position kann man sicherlich verstehen. Allerdings sind die Professoren, Dozenten, Lehrbeauftragten auch alles erwachsene Menschen und grundsätzlich sollte man ihnen auch zubilligen, dass sie eine eigene Meinung haben und sie auch äußern dürfen. Davon abgesehen finde ich es im höchsten Maße widersprüchlich, warum sich Professoren nicht zu hochschulpolitischen Themen wie den Studiengebühren äußern dürfen. Schließlich sind das keine Dinge, die von der Uni ausgehen, sondern die von extern, nämlich der Politik, bestimmt und reingetragen werden. Die Uni setzt als eine Art Exekutivorgan das nur um und hat auch gar keine andere Wahl. Von daher kann es Frau Aurewer-Kurtz eigentlich egal sein, dass Professor A. für Studiengebühren ist und Professor B. dagegen, da das keine Dinge sind, die die Bild der Uni nach außen irgendwie beeinflussen könnten. Oder ist "Raketen-Moni" so mit dem Senat verwurzelt, dass sie jegliche Äußerung gegen Studiengebühren als persönlichen Angriff wertet?
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
10.05.2007, 23:06
Beitrag: #3
RE: Maulkorb-Affäre
Und hier nochmal in bewegten Bildern:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,...84,00.html
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
10.05.2007, 23:59
Beitrag: #4
RE: Maulkorb-Affäre
Zitat:Natürlich hat die Uni ein Interesse daran, dass man in gewissen Punkten nach außen einheitlich auftritt. Diese Position kann man sicherlich verstehen.

Schließlich sind das keine Dinge, die von der Uni ausgehen, sondern die von extern, nämlich der Politik, bestimmt und reingetragen werden. Die Uni setzt als eine Art Exekutivorgan das nur um und hat auch gar keine andere Wahl.


Ich glaube nicht, dass es allein um das einheitliche Bild der Uni geht. Sondern um viel mehr. Die neue PRäsidentin scheint -wie die Affäre treffend bezeichnet wird- den Leuten an der Uni Maulkörbe zu verpassen. Es soll verboten werden zu reden. Erinnert mich irgendwie an vergangene Regime...

Wenn es tatsächlich um das einheitliche Erscheinungsbild geht, warum ist denn die Räsidenten nicht bereit selbst Stellug zu nehmen? Andere sollen nicht, selbst will sie nicht? Komisch, findet ihr nicht?

Studiengebühren wurden letztlich von den Unis selbst eingeführt. Die gesetzliche Grundlage stellt den Unis die Wahl, diese zu erheben oder nicht. Also haben sie die Wahl.

Es beunruhigt mich nicht, dass irendein GEschichtskurs nicht stattfinden wird. Was mich beunruhigt ist, wo das alles nur enden soll. WEnn schon Professoren das Reden untersagt wird, was wird denn uns, die weit unten auf der Machtliste stehen, bald alles vordiktiert? Ich dachte unsere Uni will "ein Tor zur Wissenschaft" sein. Wissenschaft braucht Freiheit. Und keine Maulkörbe.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
11.05.2007, 00:09
Beitrag: #5
RE: Maulkorb-Affäre
Zitat:Und hier nochmal in bewegten Bildern:

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,...84,00.html

Danke für den Link.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2007, 12:44
Beitrag: #6
RE: Maulkorb-Affäre
Kommentar
Die Freiheit zum Maulkorb

Es spricht nicht für die Zukunft der Freiheitlichen Partei Deutschlands, die sich früher – so erzählen es sich die Ergrauten – ein ums andere Mal um die Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte verdient gemacht haben soll, wenn ihr Nachwuchs die Linie des unsäglichen Guido Westerwelle einschlägt und einen Großteil der Prinzipien kurzerhand über Bord wirft, mit denen der Begriff „Freiheit“ untrennbar verbunden ist.

Am 29. März verschickte die Präsidentin der Universität, Monika Auweter-Kurtz, einen Rundbrief an die Dekane der Fakultäten. In dem Schreiben mahnte sie in freundlichen, aber unmissverständlichen Worten an, „im Interesse einer einheitlichen und professionellen Darstellung der Universität nach außen“ künftig sämtliche Medienanfragen mit der zentralen Pressestelle abzustimmen. Denn die Außenvertretung sei „generell der Präsidentin vorbehalten“. Daher sollte „in der Regel“ nur die Pressestelle mit Journalisten in Kontakt treten. Begründet wurde dies unter anderem mit einer Fürsorgepflicht der Universität gegenüber ihren Mitarbeitern: Diese sollten „vor unseriösem Journalismus oder tendenziösen Anfragen so weit wie möglich“ geschützt werden.

Was aber einer Mitarbeiterin passiert, die sich insoweit nicht schutzbedürftig fühlt und trotzdem mit der Presse spricht, ja sogar Kritik an ihrem Arbeitgeber äußert, könnte – wohlgemerkt, könnte – der Fall der Geschichtsdozentin Sabine Todt gezeigt haben. Ihr war der Lehrauftrag entzogen worden, nachdem sie sich in einem Fernsehmagazin der ARD über die prekäre Situation der Lehrbeauftragten an der Universität geäußert hatte. Ob es hier einen kausalen Zusammenhang gibt, wie unter anderem „Spiegel Online“ glaubt, ist zumindest einmal nicht gesichert, soll hier aber auch nicht weiter interessieren.

Die recht scharfe Berichterstattung zu der Angelegenheit und dem so getauften „Maulkorb-Erlass“ durch „Spiegel Online“ und andere wurde jetzt durch den Vorsitzenden der Liberalen Hochschulgruppe, Oliver Jauch – der auch Mitglied des FSR Jura ist – in einem Beitrag im "ElbeBlawg" einer grundsätzlichen Kritik unterzogen:

"Soll jeder Angestellte seine Privatmeinung über andere Probleme öffentlich machen, so dass es wie eine offizielle Stellungnahme der Universität aussieht? In jedem halbwegs organisierten Betrieb läuft es doch ähnlich: wer sich kritisch gegen seinen Arbeitgeber in der Presse äußert, wird abgemahnt.

Hochschulen sind inzwischen wirtschaftliche Unternehen, denen aufgrund diverser Strukturmaßnahmen eine gewisse Professionalität abverlangt wird. Das bedeutet auch, dass nach außen ein einheitliches Auftreten erfolgen muss. Allerdings hat man das wohl bei Spiegel Online und am Politikwissenschaftlichen Institut von Frau Landfried noch nicht richtig verstanden."

Dass eine Universität auch als Wirtschaftsunternehmen tätig ist und sein muss, ist eine Banalität, deren Evidenz sich nur noch die „linke“, antiimperialistische Orthodoxie um Olaf Walther, Niels Kreller und co. zu verschließen versucht. Dass sich auch eine Universität dem globalen Wettbewerb stellen muss – geschenkt. Das macht sie aber noch lange nicht zu einem beliebigen Unternehmen, dessen Innenleben sich bedingungslos den Gesetzen der freien Wirtschaft unterzuordnen hat. „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ – so erzählt es uns das Grundgesetz, und es meint dies als Imperativ. Zu „Wissenschaft, Forschung und Lehre“ gehören aber nicht nur die Ergebnisse oder der unmittelbare Prozess der universitären Tätigkeit, sondern auch – geradezu als conditio sine qua non – die Umstände, unter denen sich diese Tätigkeit entfalten soll. Denn auch Zwänge, die nur das Umfeld der Wissenschaft betreffen, beeinflussen die Freiheit ihrer Ausübung. „Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung“ – aber sie ist nicht gebunden an das einheitliche Auftreten der Universität als Wirtschaftsunternehmen.

Zumindest jeder Lehrende, sei es mit Professur oder nur als „daher gelaufener Hilfswissenschaftler“ (Oliver Jauch), muss sich daher gefahrlos zu den Studien- und Lehrbedingungen an der Universität äußern können. Die gegenteilige Ansicht spottet der Idee von einer freien Wissenschaft, die doch gerade in der Institution der Universität verkörpert sein soll.

Der widerspruchslose Kuschelkurs der „Liberalen“ Hochschulgruppe – und des Fachschaftsrates der juristischen Fakultät? – mit der Präsidentin durch ein Präsidiumsmitglied des Studierendenparlaments ist ein Armutszeugnis, der deshalb nicht unwidersprochen hingenommen werden kann.

Henning Lahmann (Jura-MAGAZIN)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2007, 13:22
Beitrag: #7
RE: Maulkorb-Affäre
Na ja, von Kuschelkurs kann keine Rede sein. Aber dass man der Präsidentin der Universität mal Zuspruch schenkt (und sie steht ja nun durchweg - häufig grundlos - in der Kritik), muss erlaubt sein.

Du hast doch bereits erwähnt, dass die Formulierungen von Frau Auweter-Kurtz nicht bindend waren. Sie hat glaube ich auch auf der letzten Sitzung des Akademischen Senats klargestellt, wie das gemeint war.

Was Du in Deinem Beitrag unterschlägst: ich habe keinem Forschenden oder Lehrenden das Recht abgesprochen, über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tätigkeit zu berichten. Aber aufgrund der Strukturreformen (ob man sie nun gut oder schlecht findet), ist die Universität falsch aufgestellt. Und was spricht dagegen, wenn sich Journalisten zuerst an die Pressestelle bzw. die Geschäftsführung einer Fakultät wenden. Ich meine nichts. Im Interesse aller, auch zur Verbesserung der Lehr-, Studien- und Forschungsbedingungen an der Universität, sollte ein einheitliches Auftreten in zentralen Fragen eingeschlagen werden. Denn nur so kann man vor allem stark gegenüber dem Senator oder anderen Entscheidungsträgern auftreten.

Die Pressearbeit der Uni habe ich übrigens auch kritisiert - was nicht zuletzt auch eine Kritik an der Präsidentin ist, wenn sie den Laden nicht zum Laufen bekommt. Somit Kuschelkurs (-).

Was mich am Ende am meisten aufgeregt hat, war die Berichterstattung über Frau Auweter-Kurtz. Da versucht Bela R. seinen Privatkrieg auszufechten. Bereits als sie als Präsidentin im Gespräch war, wurde diese Schmutzkampagne mit "Raketen-Moni" gestartet.

Aber eines hat der Artikel anscheinend erreicht: den Beginn einer Diskussion. Zur Verbesserung der Lage an der Universität gehört auch eine professionelle Pressearbeit. Im Übrigen ist der Artikel nicht einer des FSR, dem ich auch nur noch 2 Wochen angehöre (und wo ich bereits länger nicht mehr aktiv bin), sondern meine Privatmeinung. Die werde ich mir weiterhin so genehmigen - auch wenn Du mir unterstellst, ich würde damit die Linie eines unsäglichen Parteivorsitzenden einschlagen.

Du bist ansonsten auch gerne eingeladen, den Beitrag im Blog zu kommentieren.

Europa- und Völkerrecht">XVII.alt
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2007, 13:26 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2007 14:30 von Christian H..)
Beitrag: #8
RE: Maulkorb-Affäre
Hier der Beitrag von Oliver Jauch.
http://www.elbelaw.de/blawg/?p=1416

Ich teile die Kritik von Henning Lahmann - der übrigens (ansonsten) stets ausgezeichnete Beiträge über die Hamburger Hochschulpolitik verfasst - am Beitrag von Oliver Jauch nicht. Die Kampagne um die Maulkorbaffäre ist gezielt von Linksradikalen inszenierte Propaganda, die inhaltlich substanzlos ist. Wer das Schreiben der Präsidentin im Originaltext (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...4,00.html) liest, wird das sofort feststellen. Es geht im Kern nicht um eine Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, sondern um einen weiteren Auswuchs der Drägerschen Hochschulreformen: Die Entmachtung des Universitätspräsidiums führt zu einer immer stärker werdenden Verselbständigung der Fakultäten, was positive und negative Effekte hat. Negativer Effekt ist z.B., dass die Fakultäten sich immer weniger als Teil des Ganzen (der Universität) begreifen und hierdurch auch weniger im Gesamtzusammenhang denken. Das ist jedoch für die Pressearbeit einer Universität äußerst schädlich und vor allem auch für die politische Schlagkräftigkeit des Präsidiums katastrophal. Wenn nämlich jeder Dekan sich mal im Abendblatt zu seiner persönlichen Sicht der Dinge äußert, ne Runde über Stine oder die interne Mittelzuweisung meckert oder die Präsidentin kritisiert, wird die politische Kraft des Präsidiums geschwächt. Egal was man von der Präsidentin hält: ein geschlossenes Auftreten ist im Interesse aller Mitglieder der Uni - auch der Studierenden. Konflikte müssen intern ausgetragen werden. Nur so können wir gegenüber dem Senat kraftvoll als Universität auftreten. Das bedeutet leider auch, manchmal vor der Presse den Mund zu halten. Aber aus anderen Gründen, als wegen totalitärer Unterdrückung.

Edit: Rechtschreibung und Link-Ergänzung
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2007, 17:33 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2007 17:33 von Baerchen.)
Beitrag: #9
RE: Maulkorb-Affäre
Dennoch ist es interessant, dass sich diese Regelung seitens des Präsidiums erstmals bei einem Sachverhalt zeigt, wo Kritik an der Universität, ihrer Leitung und an der Wissenschaftsbehörde deutlich wird.

Ein Schelm wer da an böses denkt, dennoch war es eben nicht ein Professor der eine wissenschaftliche Stellungnahme gegeben hat, der zurückgepfiffen wurde, sondern eine (ex-) Lehrbeauftragte, die auf die teilweise unsäglichen Zustände hingewiesen hat, unter denen Lehrbeauftragte auch an unserer Fakultät zu leiden haben. Im übrigen auch Korrekturassistenten, was die immer bemängelte Qualität der Korrektur drückt.

Im übrigen ist es in jedem größeren Unternehmen üblich, dass auf Missstände hingewiesen wird. Sonst hätten wir keine Ermittlungen bei Siemens wegen Schmiergeld, oder keine Streiks bei der Telekom, weil die Geschäftsleitung meint die Holzhammermethode rausholen zu müssen. Mag ja sein, das es hier einige gibt, die meinen zu glauben das es besser wäre wenn das jeweils nicht herausgekommen wäre.

Meine Unterstützung hat Frau Auwether-Kurtz nicht. Wie schon an anderer Stelle gesagt, ein glücklicher werbender Alumni werde ich nicht werden (Vielleicht die größte Waffe die wir Studies momentan haben).

Viele Grüße

Tim

P.S.: Henning, das war mal wieder 1A!!!

Sozialrecht mit arbeitsrechtlichen Bezügen">IV.neu
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.05.2007, 19:41
Beitrag: #10
RE: Maulkorb-Affäre
Tut mir leid, ich bin Korrekturassistent und auch wenn die Bezahlung nicht übermäßig ist, so sind die Bedingungen nicht so schrecklich, wie Du es hier darstellst. Eigentlich ist der Job ganz passabel. Die häufig bemängelte Qualität der Korrekturen liegt daran, dass die Ersteller der Arbeiten ihre Fehler nicht einsehen wollen (wer immer nur Pech mit den Korrekturen hat, sollten noch mal ganz stark nachdenken, ob das nicht irgendwie doch hinkommt) oder sich die Korrektoren keine Mühe geben. Es wird sich beides die Waage halten.

Zu der Lehrbeauftragten: die Dame hat das nicht unbezahlt gemacht, sondern hat die gleiche Aufwandsentschädigung dafür erhalten, wie jeder andere Lehrauftrag auch. Wenn in Zukunft die Studiengebühren da sind, dann kann man sicherlich darüber nachdenken, ob eine höhere Dotierung von Lehraufträgen nicht zu einer Steigerung der Qualität in der Lehre führt, weil man vielleicht ganz andere Kreise anspricht.

Und wie gesagt: das Tischtuch zwischen der Lehrbeauftragten und dem Historischen Seminar war schon vorher zerschnitten.

Der "Maulkorberlass" von Auweter-Kurtz kam bereits vor der Kritik an der Universität. Das ist nämlich schon alles ein paar Wochen her. Aber nun hat man endlich einen Anlass, einen guten Vorstoß der Präsidentin aufzugreifen um gleich wieder horrende Szenarien von der bösen Raketenforscherin zu zeichnen. Der Präsidentin wird es einfach zu wieder gewesen sein, dass jedermann sich zu den Problemen mit StiNe geäußert hat und in der Presse ein Bild von der Uni entstanden ist, als wäre die Anarchie ausgebrochen. Und genau das soll in Zukunft verhindert werden. Eine angesehene Universität wird man so nämlich nicht. Skandale bei Siemens sind Vergehen bzw. Verbrechen: das ist ein ganz anderes Kaliber als Probleme mit StiNe oder Lehrbeauftragten. Übrigens: es hätte auch für Frau Todt eine Gewerkschaft gegeben, die die Probleme öffentlich hätte machen können. Sie heisst GEW und steht nicht ganz so weit weg von Ver.di. Vielleicht ist es an der Uni Hamburg aber gar nicht so schlimm...

Wie gesagt: Frau Auweter-Kurtz sorgt hier für eine Menge frischen Wind. Und das finde ich gut so. Insofern: trotz wirklich guter Artikel in der Vergangenheit, war der Kommentar von Henning dieses Mal nicht ganz treffend.

Europa- und Völkerrecht">XVII.alt
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben