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ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
26.07.2007, 21:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.2007 21:27 von Klingelstreich.)
Beitrag: #11
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Wehrdienst wäre ja zum Beispiel auch so ein Thema, ja... ist es denn mit einer konsequenten Gleichstellung der Geschlechter zu vereinbaren, dass dem Mann einseitig ein fast einjähriger Zwangsdienst auferlegt wird? Und wie schaut es eigentlich aus mit der Quotierung in männlich dominierten Berufen wie dem gemeinen Bergwerkskumpel, dem Zimmermann auf dem Dachfirst, dem Straßenbauer oder dem Müllwerker? Diesbezüglich halten sich die FrauenrechtlerInnen jedenfalls sehr vornehm zurück - allerdings ist das auch logisch, wenn man bei ihrem Engagement einfach davon ausgeht, dass es sich tatsächlich nur um das Abgreifen von Privilegien handelt. Gleiche Rechte - klar! Und am besten sogar noch Bevorzugung. Gleiche Pflichten? Tschüß...

Ein schniekes Führungsetagenbüro mit Laptop und meterhohen Glasfenstern? Oder jedenfalls ein sicheres Pöstchen in einem Verwaltungsbüro? Klar! Her damit, mit Quote und Drohungen (in Norwegen können Betriebe mittlerweile geschlossen werden, wenn sie nicht entsprechend hohe Anteile an weiblichen Führungskräften aufweisen). Mit demselben Engagement Frauen für "niedere Jobs" wie die obig Dargestellten begeistern, mit Quote und allem Drum und Dran, von wegen Gleichberechtigung und so? Schweigen im Walde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Man(n) muss diese Leute (die sich mit ihrem Gender-Gehabe natürlich auch für ganz furchtbar intellektuell halten) eigentlich scharf beobachten, die fressen einem sonst hemmunglos die Butter vom Brot weg und fühlen sich auch noch im Recht dabei.
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26.07.2007, 23:27 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.2007 23:28 von Baerchen.)
Beitrag: #12
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Mir wird hier eindeutig zu viel Blödsinn geschrieben.

Klingelstreich, ganz direkt, Aussagen im wesentlichen mit Internetforen zu belegen, und da einzelne Beiträge aus dem Kontext des ganzen Threads genommen für eine systemisch angelegte Benachteiligung von Männern zu sehen halte ich für ziemlich weit hergeholt. Bei der Antwort von direktzurkanzlerin.de hast du glatt die wirklich wichtige Aussage unterschlagen, das eine gezielte Jungenförderung nicht die Lösung sein kann, sondern individuelle Förderung und Stärkung individueller Kompetenzen letztlich die Lösung sein wird.

Ansonsten stelle ich auch einige Fragen, woher kommt es das in der Grundschule im wesentlichen Frauen unterrichten? Ist das ganze Teil der "großen Verschwörung" oder liegt es vielleicht daran, dass die Grundschule stets die schlechtesten Gehalts- und Lebenspersketiven für Lehrerinnen und Lehrer geboten hat, und daher viele männliche Lehrer eher an die lukrativeren Gymnasien gegangen sind.

Im übrigen wird in den entsprechenden Fachkreisen (Bibliothekar (meistens innen)) schon seit längerem darüber nachgedacht wie auch Jungen wieder verstärkt zum lesen gebracht werden können. kibi und HOEB4U sind hier in Hamburg u.a. auch ein Antwortversuch auf diese Fragestellung.

Also immer schön den Ball flach halten, und die gekränkte männliche Eitelkeit lieber darauf verwenden kreativ an dem Problem zu arbeiten. Ich will jedenfalls eine sicherlich vorhandene systemische Bevorteilung von Mädchen im Schulbereich nicht wieder gegen eine Bevorteilung von Jungen eintauschen.

Im übrigen, laut Liste auf der Homepage der Fakultät sind von 38 ordentlichen ProfessorInnen ganze vier Frauen. Dagegen kenn ich keinen männlichen Sekretär. Das ist fakt und lässt sich auch nicht wegdiskutieren.

Als Bonmot zum Schluss: Es werden Schwerbehinderte bei gleicher Qualifikation und Eignung im öffentlichen Dienst auch gegenüber Frauen bevorzugt. Und das sind wiederum in der Mehrzahl Männer.

Sozialrecht mit arbeitsrechtlichen Bezügen">IV.neu
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27.07.2007, 00:13
Beitrag: #13
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Zitat:Mir wird hier eindeutig zu viel Blödsinn geschrieben.

Blödsinn hin oder her, hier geht es im wensentlich darum, dass die Leistung nach Vorstellungen einiger Menschen nicht mehr Maßstab für die Einstellung sein soll, sondern das Geschlecht.

Man kann doch nicht allen ernstes verlangen, dass die Chefetagen in den DAX notierten Unternehmen nach Quote besetzt werden und nicht nach Leistung
(http://www.focus.de/politik/deutschland/...906.html).

Ich glaube nicht, dass Frauen so etwas nötig hätten.

Zitat:Es werden Schwerbehinderte bei gleicher Qualifikation und Eignung im öffentlichen Dienst auch gegenüber Frauen bevorzugt. Und das sind wiederum in der Mehrzahl Männer

[2]
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27.07.2007, 01:45 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.07.2007 01:51 von Klingelstreich.)
Beitrag: #14
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Zitat:Mir wird hier eindeutig zu viel Blödsinn geschrieben.

Klingelstreich, ganz direkt, Aussagen im wesentlichen mit Internetforen zu belegen, und da einzelne Beiträge aus dem Kontext des ganzen Threads genommen für eine systemisch angelegte Benachteiligung von Männern zu sehen halte ich für ziemlich weit hergeholt. Bei der Antwort von direktzurkanzlerin.de hast du glatt die wirklich wichtige Aussage unterschlagen, das eine gezielte Jungenförderung nicht die Lösung sein kann, sondern individuelle Förderung und Stärkung individueller Kompetenzen letztlich die Lösung sein wird.

Also, was das für ein Kontext sein soll, der die schlichtweg bejahende Antwort einer Teilnehmerin auf die Frage, ob Frauen bessere Menschen seien, noch in nachvollziehbarer Weise relativieren/abschwächen kann, erschließt sich mir nicht.

Bezüglich der Antwort von direktzurkanzlerin.de geht es um die Verdeutlichung folgenden Mißstandes: spezifische Mädchenförderung - ja. Direkte Jungenförderung aber nein. Da ist dann plötzlich mehr eine individuelle Stärkung eines jeden Schülers und jeder SchülerIn angesagt, früher war das nicht so. Tja. Was ich im übrigen für eine eher weichgespülte Scheinantwort halte, weil ja nun irgendwas gesagt werden mußte: Der gleich am Anfang verlinkte Artikel scheint mir da durchaus ehrlicher in seinen Beweggründen zu sein. Und da rettet dann auch ein imaginärer Kontext wenig, wenn ein Artikel vehement fordert, zugunsten der Mädchen die Jungen systematisch zu Verlierern zu machen, damit sie den Mädchen nicht in die Quere kommen. Und wenn eine Politikerin wie Cornelia Pieper heutzutage freimütig sagen kann, dass nur die Frau sich ständig weiterentwickelt, derweil der Mann auf der Entwicklungsstufe stehengeblieben und ein halbes Wesen ist - http://www.cornelia-pieper.de/blog/archi...ern!.html, brauche ich auch keine "große Verschwörung", sondern einfach nur offene Augen. Ich vertausche mal die Rollen:

Die Frau ist auf ihrer Stufe stehengeblieben, ein halbes Wesen, wohingegen der Mann sich ständig weiterentwickelt und alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint... Dies mal bitte öffentlich und lautstark in der Uni verkündet und das Gleichstellungsbüro verspeist den Betreffenden roh zum Frühstück - mindestens. Und wenn wir dann auch noch gleich Nägel mit Köpfen machen und für die Frau den Deutschen einsetzen und für den Mann den "Neger", wird es ganz böse.

Und von daher sagt mir dann auch der Kontext in meinem Beitrag, dass wir es durchaus mit einer grundfeindlichen Stimmung zu tun haben und "Gleichberechtigung" nur allzuoft einfach ein gutes Schlagwort für eine geschlechtsspezifische Privilegierung ist, womit wir dann wieder auf den Kern der Kritik zurückkommen:

Das Geschlecht wird bei Einstellungen zu einem Kriterium erhoben. Ein "Verstoß" gegen dieses Kriterium durch die Einstellung von "zu vielen" Männern führt sogar zu finanziellen Sanktionen. Und das ist mit meinem Gerechtigkeitsgefühl jedenfalls nicht zu vereinbaren.
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27.07.2007, 09:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.07.2007 09:30 von Eto.)
Beitrag: #15
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Zitat:Die Frau ist auf ihrer Stufe stehengeblieben, ein halbes Wesen, wohingegen der Mann sich ständig weiterentwickelt und alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint... Dies mal bitte öffentlich und lautstark in der Uni verkündet und das Gleichstellungsbüro verspeist den Betreffenden roh zum Frühstück - mindestens. Und wenn wir dann auch noch gleich Nägel mit Köpfen machen und für die Frau den Deutschen einsetzen und für den Mann den "Neger", wird es ganz böse.

Ich kann nicht nachvollziehen, was Du sagen willst. Aber allein "Deutsche" (Staatsangehörigkeit) und "Neger" (Ethnische Abstammung) in eine Vergleichsgruppe zu setzten, läst böses ahnen...

Rechtsanwalt Westerstede

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An der Krömerei 6
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27.07.2007, 10:39
Beitrag: #16
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Ich laß' mich nun einmal nicht gerne aufgrund meines Geschlechts als halbes Wesen titulieren. Und für mich ist das ein Mosaikstein, wenn an der Uni Hamburg "Gleichberechtigung" nun dergestalt umgesetzt wird, dass eben aufgrund des Geschlechts der Daumen hoch oder runter gehen muss - bei Zuwiderhandlung Finanzmittel-Entzug.

Das finde ich sehr bedenklich.
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27.07.2007, 10:39
Beitrag: #17
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Yip. Mit Rumgeweine und verbalen Entgleisungen macht man es nicht besser, als die schlimmsten Feministinnen. Für ein entspanntes Gleichgewicht, braucht man auch eine entspannte Grundhaltung. :-)

Zitat:Ansonsten stelle ich auch einige Fragen, woher kommt es das in der Grundschule im wesentlichen Frauen unterrichten? Ist das ganze Teil der "großen Verschwörung" oder liegt es vielleicht daran, dass die Grundschule stets die schlechtesten Gehalts- und Lebenspersketiven für Lehrerinnen und Lehrer geboten hat, und daher viele männliche Lehrer eher an die lukrativeren Gymnasien gegangen sind.
Oder aber auch einfach daran, dass Frauen den Umgang mit kleinen Kindern mehr schätzen, als die meisten Kerle?

Zitat:Im übrigen, laut Liste auf der Homepage der Fakultät sind von 38 ordentlichen ProfessorInnen ganze vier Frauen. Dagegen kenn ich keinen männlichen Sekretär. Das ist fakt und lässt sich auch nicht wegdiskutieren.
Zu Schulzeiten empfand ist es noch nicht so, aber während des Studiums ist es mir, zumindest in der Informatik, extrem aufgefallen, dass unsere Mädels doch recht deutliche Probleme mit Präsenzaufgaben haben. Sprich: Überproportional viele wollen lieber ihre Aufgaben im Ruhigen bewältigen und nicht vor Publikum darüber sprechen. Sicher, darum reißen tut sich niemand, aber die Mädels schicken da nach Möglichkeit wirklich gerne die Männer vor. Ich sage nicht, dass das der einzige Grund ist, aber doch auch schon ein nicht unwesentlicher Anteil. Und ich finde das auch überhaupt nicht schlimm, so lange die Mädels, die es wirklich wollen, die Chance dazu bekommen.

Zitat:Als Bonmot zum Schluss: Es werden Schwerbehinderte bei gleicher Qualifikation und Eignung im öffentlichen Dienst auch gegenüber Frauen bevorzugt. Und das sind wiederum in der Mehrzahl Männer.
Bei gleicher Qualifikation und Eignung ist es doch auch wieder etwas ganz anderes. Wenn eine Frau und ein Mann gleichqualifiziert sind und es in dem Betrieb zu dem Zeitpunkt mehr Kerle gibt, finde ich es eine vernünftige Idee, die Frau einzustellen. Allerdings sollte es dann umgekehrt genau so sein. :-)
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27.07.2007, 10:55
Beitrag: #18
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
An sich sollte jedem/jeder offenstehen, welchen Beruf er/sie(so ab jetzt lass ich diese blöde Unterscheidung, ihr wisst, was ich meine) ergreifen will. Ich halte es aber für absolut hirnverbrannten Schwachsinn, jetzt irgendwelche Quoten für Berufe vorschreiben zu wollen, die dann dazu führen, dass schlechter qualifizierte Bewerber eingestellt werden müssen, nur um die Quote zu erfüllen, da einfach sozusagen kein Angebot besteht.

Es ist nun mal unverkennbar, dass zwischen Frauen und Männern biologisch gewisse Unterschiede bestehen. Die Natur funkt uns da noch ganz gewaltig dazwischen.
Das heit nicht, dass ein Geschlecht dem anderen überlegen ist, nur gibt es in der Regel unterschiedliche Präferenzen.
Von daher halte ich von Tendenzen, die Mädchen zu Männern und Jungen zu Mädchen machen sollen, rein gar nichts.

Man sollte diesbezüglich dazu übergehen, jeden Menschen als Menschen, unabhängig von seinem Geschlecht, zu behandeln und seine persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten fördern und entwickeln. Nur so schafft man wirkliche Gleichberechtigung.
Jede Bevorzugung aufrund irgendeiner Quote o.Ä. torpediert dieses Vorhaben.
Ich glaube, dass die Gesellschaft reif dafür ist, eigenverantwortlich zu handeln.
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27.07.2007, 20:21
Beitrag: #19
RE: ProfessorInnen einstellen oder Strafe zahlen
Zitat:Ich laß' mich nun einmal nicht gerne aufgrund meines Geschlechts als halbes Wesen titulieren. Und für mich ist das ein Mosaikstein, wenn an der Uni Hamburg "Gleichberechtigung" nun dergestalt umgesetzt wird, dass eben aufgrund des Geschlechts der Daumen hoch oder runter gehen muss - bei Zuwiderhandlung Finanzmittel-Entzug.

Das finde ich sehr bedenklich.

Ich finde Deine Vergleichsgruppe sehr bedenklich. Damit hast Du Dich, trotz vertretbarer Meinung, disqualifiziert!

Rechtsanwalt Westerstede

Rechtsanwalt Daniel Dietrich
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